Zähneknirschen

Aktualisiert am: 03.10.2011

Wenn die Zähne knirschen

70 Prozent der Österreicher tun es. Die meisten machen es nachts und nicht alle wissen am Morgen danach, dass es wieder passiert ist: sie knirschen mit den Zähnen. Das krankhafte Aufeinanderpressen der Zähne gehört damit zu den häufigsten Beschwerden der österreichischen Bevölkerung.

Autorin: Bianca Fadler

Zähneknirschen ist tückisch: man erkennt es nicht sofort, da oftmals keine unmittelbaren Beschwerden auftreten. Der Übergang vom gelegentlichen Aufeinanderpressen der Zähne bis hin zur krankhaften, regelmäßigen Druckausübung, ist fließend. Die Ursachen sind vielfach ungeklärt, einen typischen Krankheitsverlauf gibt es nicht. Die Symptome variieren von Patient zu Patient. Eine endgültige Diagnose kann nur vom Arzt erstellt werden.

Das Krankheitsbild Zähneknirschen

Bruxismus, abgeleitet vom griechischen Wort brygmos, ist der medizinische Fachausdruck für das unbewusste Zähneknirschen.  
Da es sich um eine krankhafte Bewegung des Kauapparates handelt, ist es eine Ausprägung der sogenannten kraniomandibulären Dysfunktionen (CMD). Dieser Begriff umfasst alle schmerzhaften und nicht schmerzhaften Beschwerden, die auf strukturelle, biochemische und psychische Fehlregulation der Muskel-, Kiefer- und/oder Kiefergelenkfunktion zurückzuführen sindObgleich viele Menschen von dieser unbewussten Bewegung des Zahnapparates betroffen sind, gibt es vergleichsweise wenige Studien zu dem Krankheitsbild. In manchen Fällen zeigen sich die Wirkungen des Zähneknirschens erst Jahre später, Beschwerden treten zum Teil davor überhaupt nicht auf.

Symptome

Da die Zähne, das Kiefergelenk und die Kopfmuskulatur eng miteinander verbunden sind, sind auch die Symptome unterschiedlich. Die Symptome können alternativ- als auch kumulativ auftreten.
Mögliche Anzeichen einer Erkrankung sind:

  • morgendliche Verspannung der Kiefermuskulatur
  • Schäden am Kiefergelenk ("Krachen" des Kiefers)
  • chronische Nackenverspannungen
  • Kopfschmerzen
  • abgeriebener Zahnschmelz
  • Druckgefühl im Kiefer
  • Lockern der Zähne
  • Schmerzen beim öffnen des Mundes (Extremfall)

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