Zahnfleischprobleme
Aktualisiert am: 30.05.2006
Teil 1: Alarm Zahnfleischbluten
Teil 2: Von Gingivitis zur Parodontitis
Teil 3: Wie behandelt man Parodontitis?
Teil 4: Risikofaktoren
Von Gingivitis zur Parodontitis
Was der Volksmund harmlos und fälschlicherweise als "Parodontose" bezeichnet, ist die nächste Stufe der Erkrankung und endet schlimmstenfalls mit dem Zahnverlust.
Bleibt die Zahnfleischentzündung unbehandelt und ändert der Patient nicht wesentlich seine Gewohnheiten in Blick auf Zahnpflege und Ernährung, kann es zu einer Zerstörung des Zahnhalteapparates (Gewebe und Knochen) kommen. Und das ist nicht mehr rückgängig zu machen. Nicht nur die Zähne sind dann erkrankt, sondern der ganze Patient.
Der gesamte Organismus ist betroffen
Heute kennt man außerdem zahlreiche Wechselwirkungen mit Allgemeinerkrankungen, Stoffwechselstörungen und hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft, die nicht nur die Gesundheit der Zähne betreffen. Auch Risikofaktoren wie das Rauchen spielen eine Rolle und Diabetiker reagieren besonders empfindlich auf entzündliche Prozesse.
Mangelnde Vorsorge - schwerwiegende Folgen
Wenn Zahnfleischerkrankungen nicht frühzeitig und richtig behandelt werden, entwickeln sich Gingivitis und Parodontitis rasch zu ernsthaften Erkrankungen. Aus zahnmedizinischer Sicht droht im schlimmsten Fall der Zahnverlust. Aber aufgrund neuerer Untersuchungen weiß man auch, dass Herzerkrankungen, das Risiko von Frühgeburten und ein niedrigeres Geburtsgewicht ursächlich mit Parodontitis zusammenhängen können. Vorsorge ist daher wichtig.
Vorbeugen ist besser als das Nachsehen haben
Damit es gar nicht erst soweit kommt, kann man eine Menge tun, um vorzubeugen. Voraussetzung ist aber, dass man sich für die eigene Gesundheit verantwortlich fühlt und regelmäßig zum (Zahn-)Arzt geht.
Am wichtigsten ist die tägliche und gründliche Mundhygiene mit Zahnbürste, Zahncreme und Zahnseide. Raucher sollten zumindest die Anzahl der Zigaretten reduzieren und Diabetiker auf die richtige Einstellung ihrer Werte achten. Die Zahnärzte beraten Patienten mit besonderen Risiken intensiv, um ein individuell abgestimmtes Prophylaxe- oder Therapiekonzept zu erstellen.
Doch auch wer kein Risikopatient ist, sollte regelmäßig - also zweimal im Jahr - zum Zahnarzt gehen. Ein gründlicher Zahncheck und professionelle Zahnreinigung vermindern das Risiko parodontaler Erkrankungen deutlich und steigern das allgemeine Wohlbefinden.
Quelle: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung Deutschland
Zahnmedizin
Zahnpflege
Auf die richtige Reinigung mit Bürste und Zahnseide kommt es an.
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