Zahnkosmetik

Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger

Aktualisiert am: 30.05.2006

Lächeln à la Hollywood

Makellose Zähne sind in Hollywood ein Muss, aber längst nicht mehr das Privileg der Filmstars. Verschiedene Möglichkeiten zur Verschönerung wie etwa Bleichen und Verblendschalen liegen auch beim Normalbürger im Trend. Trotzdem sind kosmetische Lösungen kein Ersatz für die richtige Zahnpflege, bei der Karies und Parodontose keine Chance haben.

Bleaching

Besonders gefragt sind Zahnaufhellungen, auch als Bleaching bekannt, die unansehlichen Verfärbungen zu Leibe rücken sollen. Schuld sind Tee, Kaffee, Tabak, manche Nahrungsmittel und Medikamente, die über die Jahre hinweg zu Ablagerungen von Farbpigmenten führen. Mit gründlicher Zahnpflege, auch mit Polierpasten und Pulverstrahlgeräten, lässt sich da nichts mehr ausrichten und nur eine professionelle Reinigung kann wieder ein strahlendes Lächeln herstellen.

Einerseits gibt es das so genannte "In-Office-Bleaching", bei dem der Zahnarzt hochkonzentriertes Peroxidgel aufträgt, das von einer Speziallampe aktiviert wird und zerfällt. Der entstehende aktive Sauerstoff entfaltet unter Reaktionshitze seine Bleichwirkung. Beim sog. "Home-Bleaching" passt der Zahnarzt für jeden Patienten eine eigene Schiene an, mit der dieser dann ca. zwei Wochen lang, für ein paar Stunden pro Tag das Bleichmittel wirken lässt. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass die Bleichung schonend erfolgt und die frei liegenden Zahnhälse nicht gereizt werden.

Für den Hausgebrauch gibt es auch noch Kunsstoffstreifen, die mit einem Aufhellungsgel beschichtet sind, Stifte und weißende Zahncremes aus Drogerien und Apotheken.

Im Vorfeld ist mit dem Zahnarzt zu besprechen, ob ein Bleichen überhaupt in Frage kommt und welches Farbergebnis erreicht werden kann. Viele streben nach schneeweißen Zähnen, da ihnen der matte, natürlich schimmernde Perlmuttglanz ihrer Zähne nicht genügt. Zuallererst sollte mit einer gründlichen Zahnreinigung begonnen werden, um Karies zu beseitigen. Zum Bleaching eignen sich keine Kronen, Brücken und Füllungen, deshalb ist es sinnvoll Zähne vor größeren Reparaturvorhaben zu bleichen. Bei richtiger Anwendung der Bleichmittel ist das Aufhellen ungefährlich.

Verblendschalen

Für eine lückenlose Optik im Frontbereich sorgen dünne Keramikschalen, so genannte "Veneers". Dabei werden die Vorderzähne leicht abgeschliffen und die Verblendschalen wie ein künstlicher Nagel auf die Zähne geklebt. Befestigt werden die Veneers mit einem speziellen Kleber durch Säure-Ätztechnik. Anwendung findet diese Methode bei Zahnfehlstellungen, störenden Lücken, Zahnverfärbungen und nach Unfällen, bei denen Stücke der Frontzähne herausgebrochen sind. Neben den Veneers aus Keramik gibt es auch die kostengünstigere Variante aus Kunststoff, die aber nicht so natürlich wirken.


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