Bei Erwachsenen

Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger

Aktualisiert am: 27.10.2009

Zahnspangen für Erwachsene

Für schöne Zähne ist es nie zu spät. Deshalb werden Zahnspangen bei Erwachsenen jeden Alters immer beliebter. Die Behandlung von Zahnfehlstellungen kann mit vielen verschiedenen Methoden erfolgen. Die Unterschiede liegen in der Art und Dauer der Behandlung sowie im finanziellen Aufwand.

Die Zähne bestimmen unser Aussehen und wie selbstbewusst wir uns in der Öffentlichkeit präsentieren. Sie haben auch großen Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden. Bei Fehlstellungen der Zähne kann es zu verstärkten Abnützungserscheinungen und Schmerzen im Kiefergelenk kommen. Falsch positionierte Zähne können ihre Rolle als Kauorgane nur unzureichend erfüllen und sind anfälliger für Karies und Parodontitis. Massive Zahn- und Kieferfehlstellungen können sogar zu Migräne oder Verspannungen in der Halswirbelsäule führen. Es sprechen also nicht nur ästhetische Gründe für eine Zahnregulierung.

Im Idealfall beginnt man mit einer Korrektur, sobald alle bleibenden Zähne da sind - das ist im Alter von ca. 12 Jahren. Der Zahnhalteapparat ist in diesem Alter leicht formbar. Eine Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt ist trotzdem sinnvoll - unter der Voraussetzung, dass die Zähne kariesfrei sind.

Unterschiedliche Methoden

Mittlerweile gibt es viele Methoden, die Zähne zu regulieren. Keine kann speziell empfohlen werden, da die Auswahl nach der Art der Fehlstellung und für den Einzelfall erfolgt. Bei Zahnspangen lassen sich grob zwei Typen unterscheiden: festsitzende Zahnspangen und herausnehmbare Apparaturen. Letztere werden besonders bei Kindern und Jugendlichen für die Korrektur von leichten Fehlstellungen eingesetzt. Zur Korrektur des bleibenden Gebisses von Erwachsenen sind herausnehmbare Zahnspangen fast immer ungeeignet, da sie die Stellung der Zahnwurzel nicht verändern können. Somit können auch keine Zähne in Lücken verschoben werden.

Festsitzende Zahnspangen

Bei fixen Zahnspangen wird mit so genannten Brackets gearbeitet, um gravierende Zahnfehlstellungen zu behandeln. Der Zahnarzt klebt dafür Plättchen aus Metall, Kunststoff oder Keramik auf die Zähne und verbindet sie durch Drähte. Druck und Zug bringen die Zähne langsam in die richtige Position. Fast alle Träger einer fixen Zahnspange berichten von anfänglichen Unannehmlichkeiten beim Essen und offenen Stellen im Mund. Die Zahnhygiene ist eine besondere Herausforderung, da sich in den Nischen Speisereste sammeln können.

Wer sich kosmetisch durch die Zahnspange beeinträchtigt fühlt, kann die Lingualtechnik wählen. Dabei werden die Brackets an der Innenseite der Zähne montiert. Sie erschweren allerdings das Sprechen. Eine andere Weiterentwicklung ist die In-Ovation-Methode mit selbsthaltenden Brackets. Die Behandlungszeit ist im Vergleich zu den "normalen" Plättchen kürzer. Eine winzig kleine Feder im Bracket bringt den Zahn durch Druck sanft in die gewünschte Position. Bei dieser Methode ist der Tragekomfort dank kleinerer Brackets höher. Da geringere Kräfte wirken, fällt das für Zahnspangen typische Zuggefühl geringer aus.


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