Wer kennt das nicht: Die Hose kneift, das Shirt spannt, die Waage zeigt ein paar Kilos zu viel. Dann heißt es oft, superstreng Diät halten oder stundenlang im Fitnessstudio schwitzen. Doch haben Sie überhaupt zu viel Speck an den Hüften? Der Body-Mass-Index (BMI) kann hier als Orientierungshilfe gelten.
Wer den Kampf mit überflüssigen Pfunden aufnehmen will, steigt meist zuerst auf die Waage. Doch nicht das absolute Körpergewicht spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle, sondern insbesondere das Körperfett, das auf den ersten Blick nicht immer zu erkennen ist. Anhand unterschiedlicher Tests (Caliper-Zange; Waagen, die den Körperfettanteil messen usw.) kann man den Körperfettanteil bestimmen. Eine einfache Orientierung ob man zuviel "Speck" an den Hüften mit sich trägt stellt der Body-Mass-Index (BMI) dar (auch wenn er den Fettanteil nicht direkt misst).
Woran erkennen Sie, dass Sie ein paar Pfunde zu viel haben?
Es gibt eine einfache Formel, mit der Sie errechnen können, ob Sie Über-, Normal- oder Untergewicht haben. Das ist der Body-Mass-Index (BMI).
Die Formel lautet:
Body-Mass-Index = Körpergewicht (in kg) / Körpergröße x Körpergröße (in Metern)
Mit unserem BMI-Rechner können Sie Ihren BMI ganz einfach berechnen.
BMI > 25:
Ein Body-Mass-Index, der größer als 25 ist, bedeutet, dass Sie leichtes Übergewicht haben. Und das kann bereits zu leichten Gelenkbeschwerden führen. Außerdem werden Übergewichtige schneller müde und sind nicht so stark belastbar.
BMI > 30:
Ein Body-Mass-Index von über 30 kann dagegen bereits zu massiven gesundheitlichen Problemen führen. Oft leiden Menschen mit diesem BMI an Bluthochdruck und erhöhten Cholesterinwerten. Das kann zur Verkalkung der Arterien (Blutgefäße) führen und das Herzinfarktrisiko steigt massiv an.
BMI > 40:
Typisch für einen Body-Mass-Index von über 40: massive Gelenkschmerzen. Neben erhöhtem Infarktrisiko steigt auch die Wahrscheinlichkeit an Gicht oder Diabetes zu erkranken. Außerdem hat ein dicker Mensch mit gesundheitlichen Problemen in der Regel eine kürzere Lebenserwartung als Idealgewichtige.
Immer mehr Menschen leiden an Fettleibigkeit. Die Gründe dafür sind zu wenig Bewegung und falsche Ernährung. Oftmalige Schlussfolgerung sind Diäten verschiedenster Art. Alle haben jedoch den gleichen Negativ-Effekt: Einer kurzfristigen Gewichtsreduktionen folgt beim Blick auf die Waage schon bald das alte, verhasste Körpergewicht.
Die effektivste Methode einer Körperfettanteilreduktion stellt die Kombination aus regelmäßigem Sporttreiben und bewusster Ernährung dar. Um Ihre optimale Trainingsherzfrequenz zu eruieren, wäre es günstig, sich Ihre maximale Herzfrequenz (maxHF) unter Aufsicht eine Arztes oder Sportwissenschaftlers ermitteln zu lassen.
Maximale Herzfrequenz und Fettverbrennung
Sollten Sie Ihre maximale HF schon kennen, ist ein Training mit 50 bis 70 % der maximalen Herzfrequenz angesagt. In diesem Frequenzbereich ist der prozentuale Anteil der Fettverbrennung für den Sporteinsteiger am größten. Im aeroben Stoffwechsel wird das Fett mit Hilfe des Sauerstoffs in Energie umgewandelt, und dient somit als Energiequelle Nummer 1. Je länger Sie in diesem Bereich trainieren, desto effektiver verbrennen Sie Fett. Für eine optimale Fettverbrennung und Gewichtsreduktion empfiehlt es sich, anfänglich zwei bis drei Mal die Woche zwischen 20 und 30 Minuten laufen zu gehen.
Tipp: Sollten Sie am Anfang Schwierigkeiten haben, diese Distanzen zu bewältigen, so ist dies kein Beinbruch. Laufen Sie am Anfang 15 Minuten und gehen Sie die restlichen 5 oder 15 Minuten flott weiter. Schon bald werden die 30 Minuten laufend kein Hindernis mehr für Sie darstellen.
Warum eine Körperfettwaage?
Um Ihren Verlust an Fett wirklich messen zu können, sollten Sie sich eine Körperfettanalyse-Waage zulegen. Das Körpergewicht alleine gibt nämlich nicht genügend Aufschluss darüber, ob Sie Fett verbrannt haben, da Körperfett und Körpermasse nicht im Verhältnis zueinander aufgezeigt werden.
Bei dieser bereits oben angesprochenen Form des Abnehmens (Bewegung und kontrolliertes Essen) verliert Ihr Körper Fett und baut zugleich Muskeln auf. Dies macht sich schon bald an Hand einer moderaten Figur bemerkbar. Da Muskeln schwerer ins Gewicht fallen als ein äquivalentes Volumen Fett, ist der tatsächliche Trainings- und Ernährungserfolg mit einer herkömmlichen Waage nur schwer zu messen. Der Gewichtsverlust entspricht nicht dem wirklichen Verlust an Fett.
Wie funktioniert diese Waage?
Gemessen wird mittels BIA-Technik (Bioelektrische Impedanzanalyse). Ein schwacher, nicht spürbarer Strom fließt ungehindert durch Ihren Körper (Flüssigkeit, Muskelmasse). Das Fett hingegen dient als Widerstand und wird somit gemessen (bioelektrische Impedanz). Mit Hilfe einer Körperfettwaage können Sie Ihren Fettgehalt und Ihr Gewicht zu Hause innerhalb weniger Sekunden problemlos selbst ermitteln.
Erhöhte Körperfettwerte stellen langfristig gesehen ein deutliches Gesundheitsrisiko dar: Begünstigung von Bluthochdruck und Gefäßerkrankungen, Anstieg der Blutfett- und Blutzuckerwerte und damit verbunden ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Die Reduktion der Körperfette dauert seine Zeit, denn bis sich der Körper wieder auf seine Normalwerte eingependelt hat, kann es Jahre dauern.
Ergebnisse der Körperfettmessung
MÄNNER
| Jahre | exzellent | gut | mittelmäßig | schlecht | sehr schlecht |
| 19-24 | 6 - 10,8 | 10,9 - 14,9 | 15 - 19 | 19,1 - 23,3 | 23,4+ |
| 25-29 | 6 - 12,8 | 12,9 - 16,5 | 16,6 - 20,3 | 20,4 - 24,3 | 24,4+ |
| 30-34 | 6 - 14,5 | 14,6 - 18 | 18,1 - 21,5 | 21,6 - 25,2 | 25,3+ |
| 35-39 | 6 - 16,1 | 16,2 - 19,3 | 19,4 - 22,6 | 22,7 - 26,1 | 26,2+ |
| 40-44 | 6 - 17,5 | 17,6 - 19,3 | 19,4 - 22,6 | 22,7 - 26,1 | 26,2+ |
| 45-49 | 6 - 18,6 | 18,7 - 21,5 | 21,6 - 24,4 | 24,5 - 27,6 | 27,7+ |
| 50-59 | 6 - 19,8 | 19,9 - 22,7 | 22,8 - 25,6 | 25,7 - 28,7 | 28,8+ |
| 60+ | 6 - 20,3 | 20,4 - 23,5 | 23,6 - 26,6 | 26,6 - 29,8 | 29,9+ |
FRAUEN
| Jahre | exzellent | gut | mittelmäßig | schlecht | sehr schlecht |
| 19-24 | 9 - 18,9 | 19,9 - 22 | 22,1 - 25 | 25,1 - 29,6 | 29,7+ |
| 25-29 | 9 - 18,9 | 19,9 - 22 | 22,1 - 25,4 | 25,5 - 29,8 | 29,9+ |
| 30-34 | 9 - 19,7 | 19,8 - 22,7 | 22,8 - 26,4 | 26,5 - 28,7 | 28,8+ |
| 35-39 | 9 - 21,0 | 21,1 - 24 | 24,1 - 27,7 | 27,8 - 31,5 | 31,6+ |
| 40-44 | 9 - 22,6 | 22,7 - 25,6 | 25,7 - 29,3 | 29,4 - 32,8 | 32,9+ |
| 45-49 | 9 - 24,3 | 24,4 - 27,3 | 27,4 - 30,9 | 31 - 34,1 | 34,2+ |
| 50-59 | 9 - 26,6 | 26,7 - 29,7 | 29,8 - 33,1 | 33,2 - 36,2 | 36,3+ |
| 60+ | 9 - 27,6 | 27,7 - 31 | 31,1 - 34,4 | 34,5 - 38 | 38,1+ |