Bergwetter
Aktualisiert am: 15.06.2009
Teil 1: Unberechenbares Bergwetter
Teil 2: Planung ist das A und O
Teil 3: Verhalten im Ernstfall
Teil 4: Links und Notrufnummern
Verhalten im Ernstfall
Bei Gewitter
Verlassen Sie exponierte Stellen wie Gratwege, allein stehende Bäume oder Gletschertische. Steigen Sie von einem bereits erklommenen Gipfel wenigstens einige Dutzend Meter hinab. Suchen Sie Schutz, aber denken Sie daran, wenigstens eine Körperlänge von der Felswand Abstand zu halten. Der Zufluchtsort sollte mindestens acht Körperlängen unter dem Gipfel oder der Anhöhe liegen, die verlassen wurde. Höhlen sind nur dann sicher, wenn genügend Abstand im Rücken zur Höhlenwand und über dem Kopf vorhanden ist. Gehen Sie in Hockstellung - am besten auf einer isolierenden Unterlage.
Bei Nebel
Nebelbänke können in den Bergen innerhalb von wenigen Minuten aufziehen und so dicht sein, dass jegliche Orientierung verloren geht. Gehen Sie nicht auf gut Glück in die vermeintlich richtige Richtung - die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich verirren, ist sehr groß!
Falls Sie sich auf einem befestigten und gut erkennbaren Steig oder Weg befinden, folgen Sie diesem und steigen Sie so schnell wie möglich wieder ab. Falls Sie in eine Nebelbank geraten sind und die Orientierung verloren haben, bleiben Sie, wo Sie sind und bewahren Sie die Ruhe! Rufen Sie über Ihr Handy Hilfe, sofern möglich. Häufig lösen sich solche Nebel genauso schnell wieder auf, wie sie gekommen sind.
Notfallmeldung
Eine Notfallmeldung an professionelle Hilfsdienste wie die Bergrettung muss folgende Angaben beinhalten, um den Leitstellen eine schnelle und zielgerichtete Einsatzplanung zu ermöglichen:
- Was ist passiert?
- Wo ist es passiert?
- Wie viele Verletzte gibt es?
- Wann ist es passiert?
- Wer macht die Unfallmeldung?
- Wie ist das Wetter am Unfallort?
Angaben zur Sicht und den Windverhältnissen sind im Hinblick auf einen unter Umständen notwendigen Hubschraubereinsatz wichtig.
Alpines Notsignal
Für die Verständigung zwischen Verunglückten und Rettern gibt es ein im gesamten Alpenraum gültiges Notsignal.
- Hilfe benötigt: 6 x pro Minute ein akustisches oder sichtbares Zeichen geben.
- Antwort der Retter: 3 x pro Minute ein akustisches oder sichtbares Zeichen.
Zusätzlich sollte man sich zur Verständigung mit der Luftrettung die internationale Zeichengebung merken: Y (erhobene Arme) steht für "YES, ich brauche Hilfe" und N (ein Arm erhoben, einer gesenkt) für "NO, ich brauche keine Hilfe".
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