Burnout
Aktualisiert am: 06.02.2009
Teil 1: Burnout: Der seelische Infarkt
Teil 2: Kinder unter Druck
Teil 3: Nicht alles ist ein Burnout
Teil 4: Konkrete Schritte
Teil 5: Links
Konkrete Schritte
Der Umgang mit Burnout ist schwierig, da die Betroffenen weiterhin im Berufsleben stehen und dem dortigen Leistungsdruck ungemindert ausgesetzt bleiben.
Ein wesentlicher Schritt ist es, das Problem zu erkennen und anzuerkennen. Dazu sollte die eigene Situation analysiert werden: Wann begannen die Gefühle von Müdigkeit und dauernder Überbeanspruchung? War der Leistungsdruck früher ebenso stark? Kommt der Druck von anderen Personen oder aus den eigenen Anforderungen? Oder liegt das Problem in beruflicher Unterforderung? Wann wurde die berufliche Leistung zum wichtigsten Element des eigenen Lebens?
Nach dem Erkennen der Gründe und der persönlichen Burnout-Geschichte sollten konkrete Schritte gesetzt werden:
- Konkret überprüfbare und realistische Zwischenziele setzen
- Freizeit bewusst einplanen, aber nicht mit Aktivitäten verplanen
- Freundschaften und Beziehungen bewusst erneuern und pflegen
- Den eigenen Umgang mit Zeit beobachten und wenn nötig neu
strukturieren - Nein sagen lernen, wenn es um die Übernahme weiterer Aufgaben geht, und delegieren lernen
- Wechsel der beruflichen Tätigkeit oder der Abteilung
- Erlernen gänzlich neuer Fähigkeiten
- Entdecken neuer Wege des Ausgleichs (Sport, Hobbys etc.)
Wenn das Burnout bereits zu psychosomatischen Beschwerden oder anderen Störungen führt, welche die körperliche und psychische Gesundheit bedrohen, sind diese Maßnahmen sicher nicht mehr ausreichend. Entsprechende medizinische und psychologische Betreuung ist dann unverzichtbar.
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Bestimmt stimmen alle Punkte, doch gar nicht berücksichtigt wurde die bisher genossene(?) Erziehung. Unsere Eltern wollten bestimmt nur das beste für uns Kinder, herausgekommen ist aber sehr oft dann das Schlechteste.
Über jahrzehntelange, anerzogene Verhaltensmuster führen uns ja direkt in dieses Burnout, in die Depression!!! (Du wirst nur dann geliebt, wenn du brav und fleißig bist! Du zählst nur dann etwas, wenn du in der Schule gute Noten hast! Du bist ja der Große, der Brave, der Rücksichtsvolle, der für jede(n) und für alle(s) Verständnis haben muß! Du musst einem Idealbild entsprechen! usw.).
Und wir werden ja schon im Kindesalter dahingehend erzogen (nicht nur von unseren Eltern, sondern auch von der Politik und der Wirtschaft), uns über Leistung zu definieren und dann wundern sich Therapeuten dass so viele Menschen in dieses Krankheitsbild verfallen!!
Nach dieser abgeschlossenen Erziehung übernimmt dann unsere Gesellschaft (Arbeitgeber, Politik, Wirtschaft) die weitere Aufgabe, uns mit noch mehr Druck und Dreck zu beladen.
Es wird uns ja an allen Ecken und Enden eingeredet, dass wir alle nur mehr jung, schön und dynamisch sein müssen, damit wir erfolgreich sein können. Es geht nur mehr um höher, schneller, stärker und das um jeden Preis.
Sie wissen genau wie das ist, wenn Ihnen permanent etwas eingeredet wird. Irgendwann einmal glaubt man daran.
Und jetzt sehen Sie wohin dieses ständige höher, schneller, stärker führt. Es führt nicht nur dazu, dass viel zu viele Menschen über ihre Grenzen katapultiert worden sind, sondern u. a. auch dazu, dass diese ach so tollen Banken jetzt bittend und flehentlich zu Vater Staat rennen müssen und um finanzielle Hilfe bitten, damit sie überleben können. Was ist denn das für ein Schwachsinn?
Gar so viele Menschen lassen mit sich so vieles machen, lassen sich so vieles gefallen, weil sie alle Angst um ihren Arbeitsplatz haben. Ist ja auch klar, es muß die Familie erhalten werden, die Ausbildung der Kinder, das Haus, die Wohnung, das Auto und und und.
Dann "hängt" man sich eben noch mehr rein in seine Arbeit! Ist doch vollkommen klar!
Freilich gehören auch Menschen dazu, die das alles mit sich machen lassen, aber wenn jemand, so wie hier in Ihrem Artikel, die Schuld ausschließlich, bei jedem einzelnen sucht, der an sich selbst hohe Anforderungen stellt, der idealistisch veranlagt ist, der sich besonders engagiert, der hat sich mit dieser Thematik wohl ganz eindeutig zu wenig beschäftigt.
Es gäbe zu diesem Thema noch unerschöpfliches zu sagen und zu schreiben.
Für den Fall, dass dieser Kommentar gelesen werden sollte, schauen Sie, wenn Sie Zeit, Lust und Liebe haben, auf folgende Homepage:
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