Fairer Blumenhandel

Aktualisiert am: 28.01.2011

Schenken Sie faire Blumen!

An keinem einem anderen Tag werden so viele Blumen geschenkt wie am Valentinstag. Doch kaum jemand macht sich Gedanken über die industrielle Blumenzucht. Warum auch? Wer geht schon davon aus, dass auf Blumenplantagen unter fürchterlichsten Bedingungen gearbeitet wird. Doch es gibt auch Blumen aus fairer Produktion.

Während des Winters kommen die Schnittblumen vor allem aus warmen Ländern wie Kolumbien oder Kenia; der Arbeitsalltag eines Plantagenarbeiters oder einer
-Arbeiterin dauert oft 16 Stunden, der Lohn liegt unter dem Existenzminimum. Die Arbeitskräfte sind Pestiziden ungeschützt ausgesetzt und leiden unter Folgeerscheinungen wie Hautkrankheiten und Fehlgeburten.

Blumen fair schenken

Ähnlich wie bei Kaffee und Orangensaft gibt es auch Schnittblumen, die unter sozialverträglichen Bedingungen produziert werden. Dafür wurden zwei Gütesiegel entwickelt.

(C) Fairtrade
© Fairtrade

FAIRTRADE

Seit September 2005 hat FAIRTRADE Rosen in das Angebot (neben Kaffee, Tee, Bananen, Säfte, Schokolade etc.) aufgenommen. Erhältlich sind die Blumen bei Billa, Merkur, M-Preis und Spar. Von Rosen mit dem FAIRTRADE-Gütezeichen profitieren in erster Linie ArbeiterInnen auf Blumenfarmen in Kenia und Tansania. Die Rosen werden nach klar festgelegten und regelmäßig überprüften sozialen und ökologischen Kriterien gezüchtet und geerntet. Das bedeutet faire Löhne, sichere soziale Grundrechte, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot von illegaler Kinderarbeit, Gesundheitsschutz und Schutz der Umwelt. Im Gegenzug vereinbaren die Importeure mit den Blumenfarmen langfristige Verträge zu Preisen, die die höheren Produktionskosten decken. Zusätzlich erhalten die ProduzentInnen pro Strauß Rosen zwölf Prozent des Import-Preises als Prämie für soziale Projekte. 

Weitere Infos: www.fairtrade.at

 

(C) FLP-Label
© FLP-Label

FLP-Label

Das FLP-Label (Flower-Label-Program) wird von Menschenrechtsorganisationen wie FIAN, der Südwind-Agentur und dem evangelischen Hilfswerk "Brot für Hungernde" gemeinsam mit Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden getragen. Diese fair produzierten Blumen gibt es in über 100 Blumengeschäften österreichweit. Dem Gütesiegel liegt der internationale Verhaltenskodex für die Schnittblumenproduktion zugrunde. Er enthält Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards, die auf den UNO-Menschenrechtspakten, den relevanten Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und Umweltnormen beruhen. Diese Standards sind Mindestanforderungen, die eingehalten werden müssen, um ein Blumengütesiegel zu erhalten. Folgenden Maßnahmen sind enthalten: Verbot von Kinderarbeit, Festanstellungen, geregelte Arbeitszeit, existenzsichernde Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, Gesundheitsschutz, verantwortlicher Umgang mit natürlichen Ressourcen

Weitere Infos: www.fian.at
www.fairflowers.at
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