Mobbing-Fallbeispiele
Aktualisiert am: 13.02.2009
Wie Mitarbeiter gemobbt werden
Mobbing ist ein Psychophänomen, das immer häufiger auftritt. Dass sich Kollegen gegenseitig "ins Wadl beißen", der Chef unliebsame Mitarbeiter hinausekelt und eine ganze Belegschaft einem unsympathischen Kollegen das Leben schwer machen kann, ist nichts Neues. Mobbing kann sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken.
Dr. Alfred Pritz, Präsident des Weltverbandes für Psychotherapie, hat für Wecarelife um ein paar typische Mobbing-Fälle skizziert:
Der Fall Peter
Peter ist über 50 und Erzieher. Er berichtete in den psychotherapeutischen Sitzungen, wie sehr ihn seine Chefin vor den anderen Kollegen entwertet habe: Er könne nichts, er solle den Beruf wechseln. Durch diese ständige Belastung zeigten sich bei Peter depressive Zustände, die mit der Zeit so schlimm wurden, dass er de facto arbeitsunfähig wurde, kaum mehr den Willen fand morgens aufzustehen, keinen Sinn in seiner Arbeit und seinem Leben mehr sah und schlussendlich auch Selbstmordgedanken hegte. Peter war monatelang im Krankenstand, dazwischen war er regelmäßig in Therapie, um diese schweren Zeiten irgendwie meistern zu können. Als seine Chefin in der Firma aufstieg, änderte sich die Situation, mit seinem neuen Chef lief es besser. In Summe litt Peter fast drei Jahre unter dieser Art des Mobbing.
Die Psychotherapie half, indem sie ihn durch diese schwere Zeit begleitete und hinwegtröstete.
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