Silvesterbräuche

© Fotolia/bilderbox
Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger
Aktualisiert am: 11.12.2009
Bräuche zum Jahreswechsel
Am 31. Dezember hat der Aberglaube Hochsaison. Dass bestimmte Symbole und Bräuche zum Jahreswechsel Glück bringen sollen, ist Tradition in Österreich. Manchmal lässt sich der genaue Ursprung der Bräuche nicht mehr nachvollziehen. Nichtsdestotrotz werden zu Silvester gerne Glücksbringer verschenkt und Orakel befragt.
Die Bezeichnung "Silvester" für den Jahreswechsel geht auf den gleichnamigen, heilig gesprochenen Papst zurück, der am 31. Dezember 355 n.Chr. in Rom starb. Das Neujahrsfest ist aber kein religiöses, sondern ein weltliches Fest mit langer Tradition. Schon die alten Römer waren bekannt für ihre Gelage zum Jahreswechsel. Zu den ältesten Bräuchen in der Silvesternacht gehört das Krachmachen. Während heutzutage um Mitternacht die Feuerwerkskörper und Korken knallen, glaubten die Germanen, mit viel Lärm und Gepolter böse Dämonen vertreiben zu können.
Eine althergebrachte, ländliche Tradition ist das "Räuchern". Für Segen und Schutz werden Haus und Hof in Weihrauch gehüllt und die Tiere mit Weihwasser gesegnet. Wie Heiligabend und die Nacht zu den Heiligen Drei Königen gehört Silvester zu den Rau- bzw. Rauchnächten, die über eine hohe mythologische Bedeutung verfügen. Eine der zahlreichen Regeln, die für diese Nächte überliefert sind, besagt, dass zur Vermeidung von Unglück keine nasse Wäsche aufgehängt werden darf.
Blick in die Zukunft
Zu Silvester wird gerne ein Blick in die Zukunft gewagt. Besonders verbreitet ist das Bleigießen, bei dem ein Stück Blei über einer brennenden Kerze geschmolzen wird und dann in ein Gefäß mit Wasser gegossen wird. Dabei entstehen bizarre Figuren, die unterschiedliche Deutungen zulassen, was im neuen Jahr passieren könnte. Ein Kreuz deutet auf einen möglichen Todesfall hin, ein Fisch steht für Glück und eine Leiter für eine Beförderung. Beim Bleigießen ist ein vorsichtiger Umgang ratsam, da es sich um ein giftiges Schwermetall handelt. Als Alternative lässt sich auch heißes Kerzenwachs verwenden.
Eine gänzlich ungefährliche Variante ist das Gummibärchen-Orakel. Dabei werden mit geschlossenen Augen Gummibärchen aus der Packung gezogen. Jede der fünf Farben hat eine Bedeutung. Rot steht für die Liebe, Gelb für Reichtum usw. Wer sich hingegen fürs Wetter im neuen Jahr interessiert, befragt am besten das Zwiebel-Orakel. Dabei wird in zwölf Zwiebelschalen, die stellvertretend für die einzelnen Monate stehen, Salz gestreut. Aufschluss über das Wetter gibt, ob das Salz in der Schale trocken wird oder nass bleibt.
Kulinarische Traditionen
Wer zu Silvester Linsensalat verspeist, braucht sich im neuen Jahr keine finanziellen Sorgen zu machen. Die Hülsenfrüchte symbolisieren nämlich Reichtum und Geld. Auch Sauerkraut wird als geldbringend angesehen. In manchen Haushalten kommt am Silvesterabend ein gekochter Sauschädel mit Kren auf den Tisch. Auch der Silvesterkarpfen ist weit verbreitet. Steckt sich der Hausvater eine Schuppe von diesem ins Geldbörsel, darf sich die Familie im neuen Jahr über Geldsagen freuen. Der Volksmund sagt auch, dass man zu Neujahr kein Geflügel verspeisen sollte, damit das Glück nicht davonfliegt.
Quizzen Sie mit!
Quiz: Silvester
Fragen zum Jahreswechsel: Was wissen Sie über die Sitten und Bräuche?
zum Thema ...
Wissenswertes
Neujahrsvorsätze
Wie Sie Ihre guten Vorsätze tatsächlich in die Realität umsetzen.
zum Thema ...
URLAUBSANGEBOTE
Sommerträume im Hotel Thermen- hof Paierl in Bad Waltersdorf: 7 ÜN mit Vollpension, hauseigene Thermal- und Saunawelt, Gesichtsmaske, Leihfahrräder etc. um 598 € p. P.
Alle Angebote
Schnäppchen



alltagz
delicious
digg
favoriten.de
icio
linkarena
misterwong
oneview
reddit
technorati
weblinkr
webnews
yigg

ARTIKEL KOMMENTIEREN
Neuen Kommentar verfassen






