Skiunfälle
Aktualisiert am: 30.01.2009
Hohe Unfallgefahr am Nachmittag
Oft werden die schnellen Carving-Ski für die steigende Zahl der Skiunfälle verantwortlich gemacht. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Viele Wintersportler starten untrainiert und mit schlecht eingestelltem Material auf die Piste. Die Überforderung führt zu mangelnder Konzentration und erhöhter Unfallgefahr.
Jährlich tummeln sich auf Österreichs Pisten rund neun Millionen Skifahrer und Snowboarder. Durchschnittlich verletzen sich dabei rund 90.000 Menschen, davon rund 52.000 so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Bei einem Großteil der Unfälle handelt es sich um Stürze. Am Nachmittag ist das Unfallrisiko um rund 50 Prozent höher als am Vormittag. Allein in den zwei Stunden zwischen 14 und 16 Uhr ereignen sich 38 Prozent aller Unfälle (Österreichische Freizeitunfallstatistik).
Vorsicht am Nachmittag
Zwischen 14 und 15 Uhr wandern doppelt so viele Personen von der Piste ins Krankenhaus wie zwischen 10 und 11 Uhr. Hauptursachen sind aufkommende Müdigkeit, mangelnde Konzentration und Kraftlosigkeit. Besonders gefährdet sind wenig trainierte Menschen, die sich überfordern, schwer essen und Alkohol konsumieren. "Hören Sie also auf Ihren Körper, machen Sie Pausen, fahren Sie nicht ständig am Limit, trinken Sie ausreichend, aber keinen Alkohol. Wenn Sie sich müde fühlen, und die Beine nicht mehr richtig gehorchen, legen Sie Pausen ein oder beenden Sie den Skitag früher als gewohnt. Sonst wird es am nächsten Tag noch schlimmer oder es kommt zur Zwangspause wegen einer Verletzung", rät Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts "Sicher Leben".
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