Skiunfälle
Aktualisiert am: 09.01.2007
Unfallursachen
Eine weitere führende Verletzungsursache sind mangelhaft gewartete Skibindungen. Alterungsprozesse der Bindung und Abnützung der Schuhsohle verändern im Laufe der Jahre die Auslösewerte. Nur die jährliche Kontrolle mit Hilfe eines geeichten Prüfgeräts gewährleistet optimales Funktionieren - für den Fall des Falles. Tatsächlich ist aber jeder zweite Skifahrer mit einer nicht richtig eingestellten Bindung unterwegs. Schätzungsweise 20 Prozent der Skiverletzungen sind darauf zurückzuführen. Dabei prüft jeder Sporthändler um wenig Geld die ordentliche Bindungseinstellung. "Bestehen Sie aber auf die Verwendung eines geeichten Prüfgerätes. Dafür erhalten Sie das goldene Prüfsiegel. Bei Einstellung mit Hilfe einer Tabelle gibt es das silberne, das aber deutlich weniger Sicherheit bietet", empfiehlt Dr. Kisser.
Zusammenstöße auf der Piste
Seltener, aber meist schwerer sind die Verletzungen durch Zusammenstöße (rund 8 Prozent der Unfälle). Oft ist daran die Unkenntnis der Pistenregeln schuld. Eine Untersuchung des Instituts "Sicher Leben" zeigt, dass die Regeln zur Vermeidung von Zusammenstößen weitgehend unbekannt sind. Diese so genannten FIS-Regeln werden nicht in allen Skischulen vermittelt und in vielen Wintersportgebieten unzureichend plakatiert. "Sicher Leben"-Chef Kisser: "Es ist völlig unakzeptabel, dass so wenige Menschen die Pisten-Verkehrsordnung kennen. Viele glauben zum Beispiel, dass der Rechtsvorrang gilt, was völlig unsinnig wäre. In Wahrheit hat der langsamere vor einem fahrende Pistenbenützer den Vorrang."
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