Wärmedämmung
Aktualisiert am: 21.06.2006
Mit der richtigen Wärmedämmung Energie sparen
Auch wenn es jetzt schön warm draußen ist: Der nächste Winter kommt bestimmt. Eigenheimbesitzer sollten sich daher rechtzeitig darum kümmern, Hausdämmung, Fenster etc. zu überprüfen, um in der Heizperiode die Kosten möglichst niedrig zu halten.
Wer es nicht weiß, den wird es sicherlich überraschen. Nahezu ein Viertel der Heizenergie geht verloren.
Die Aufstellung zeigt, wo die Verluste stattfinden:
Dach bzw. oberste Geschoßdecke: 25-30 %
Außenwände: 20-30 %
Fenster: 15-25 %
Kellerdecke: 10-20 %
Lüftung: 15-25 %
Abgasverluste der Heizung (Kamin): 15-25 %
Diese Zahlen zeigen sehr deutlich, dass durch eine geeignete Wärmedämmung viel Energie eingespart werden kann.
Dämmen der Außenwände
Bei der Sanierung der Außenwände kann ein Vollwärmeschutz oder auch eine hinterlüftete Fassade angebracht werden. Ein Richtwert für die Dämmstärke liegt bei ca. 14 cm und ist abhängig von der Qualität der bestehenden Wände und des verwendeten Dämmstoffes.
Fenster und Außentüren
Hier können als einfachste Maßnahme Dichtungen angebracht bzw. schadhafte Dichtungen ausgetauscht werden. Wenn die Fensterrahmen noch in gutem Zustand sind, kann die Verglasung durch eine Wärmeschutzverglasung getauscht werden. Beim Tausch der Fenster sollten nur hochwertigen Wärmeschutzfenster in Betracht gezogen werden.
Kellerdecke
Für die Dämmung der Kellerdecke sollten als Richtwert ca. 10 cm Dämmstoff angebracht werden. Wenn eine Fußbodenheizung installiert ist so sollte die Dämmung mindestens 15 cm betragen.
Gebäudedichtheit
Bei einer Sanierung sollte auch die Dichtheit des Gebäudes verbessert werden, um Verluste durch unerwünschte Lüftung zu vermeiden.
Heizung
Erst nach der thermischen Sanierung der Gebäudehülle sollte eine neue Heizung installiert werden. Diese muss entsprechend dem verminderten Energiebedarf dimensioniert werden. Nur so kann sie im optimalen Betrieb laufen. Wichtig ist auch, alle Heizungsleitungen zu dämmen.
Raumklima
Eine gute Wärmedämmung verbessert auch das Raumklima. Durch die verminderten Wärmeverluste durch die Außenflächen erhöht sich die innere Oberflächentemperatur der Außenflächen. Dadurch kann die Temperatur der Raumluft bei gleichem bzw. sogar höherem Behaglichkeitsempfinden abgesenkt werden. Dies reduziert zusätzlich den Energieverbrauch für die Beheizung. 1 °C geringere Raumlufttemperatur bringt eine jährliche Energieeinsparung von ca. 6%. Flächenheizungssysteme wie Fußboden und Wandheizung verstärken diesen Effekt noch.
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