Jungwein

© ÖWM/M. Stelzhammer
Aktualisiert am: 14.11.2011
Der junge Österreicher
Der österreichische Jungwein ist da! Die Präsentation der Jungweine ist längst zum Fixpunkt im heimischen Weinherbst geworden. Knapp fünf Prozent der Gesamternte wird mittlerweile als Jungwein vermarktet. Wer ihn bis Weihnachten nicht an den Österreicher bringt, sieht alt aus mit seinem Nachwuchs in Hellgrün.
Die ganz gewöhnlichen unter ihnen heißen "Dino", "Greenhorn" oder "Alpha". Manch einer nennt sich Junger Wiener und verrät damit die Stadt seiner Väter, genauso wie Primus Pannonikus oder Primus Carnuntum einen Wink auf ihre Heimatweinberge enthalten. Andere liefern mit "Primero" einfach nur die Beschreibung ihrer selbst mit und verraten dabei noch nicht, dass sie Bio sind.
Der traditionsreichste Jungwein Österreichs trägt einen Steirerhut mit Gamsbart wie einst Erzherzog Johann und nennt sich selbstbewusst Junker (vom althochdeutschen Juncherre, wie junger Herr). Die Weine selbst sind jedes Jahr aufs Neue "fruchtig, knackig und frisch", versprechen die Weinbauern der "Marktgemeinschaft Steirischer Wein".
Dachmarke "Junger Österreicher"
In Österreich kann jeder Winzer seinen ersten Wein als Jungwein verkaufen. Die ÖWM (Östereichische Weinmarketinggesellschaft) hat bereits 1995 eine Dachmarke eingeführt, die im Unterschied zu den führenden Jungweinmarken allen offen steht.
Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde der "Junge Österreicher 2011" am 7. November im Museum für angewandte Kunst (kurz MAK) in Wien. Der warme Herbst brachte hervorragende Trauben zustande, die gesund und voll ausreifen konnten. Das Ergebnis: Ein Jungwein, der Fruchtigkeit und Lebendigkeit in einem Glas vereint.
Winzer, die zu Weihnachten keinen Jungwein mehr im Keller lagern, dürfen sich glücklich schätzen. Denn ab diesem Zeitpunkt beginnt die Weinsteinausscheidung. Für sichtbare Ablagerungen im hellgrünen Glas können sich nur die wenigsten Konsumenten erwärmen.
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