Deos

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Aktualisiert am: 01.08.2011
Deos: Stopp für Körpergerüche
So schön der Sommer sein kann, so hat er doch auch seine Schattenseiten. Schwitzen ist gesund - doch gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln kommt es manchmal zu Geruchsbelästigungen durch die Mitmenschen. Dank der Erfindung von Deodorants hat sich das Problem verkleinert. Doch wie wirksam sind sie und sind effektive Deos gesundheitsschädlich?
Deodorants sind ein Segen unserer zivilisierten Gesellschaft. Sie ermöglichen, dass wir unseren Mitmenschen auch bei brütender Hitze noch halbwegs nahe kommen können. Damit wir uns nicht missverstehen: Schweiß ist etwas ganz Gesundes. Er schützt vor Überhitzung und kühlt den Körper. Schweiß ist von Haus aus auch geruchlos. Erst ab Einsetzen der Pubertät ergeben sich Probleme mit unangenehmen Gerüchen. Schuld daran sind die apokrinen Schweißdrüsen, die unter den Achseln und im Genitalbereich angesiedelt sind. In der Pubertät beginnen diese Drüsen Schweiß zu produzieren. Der unangenehme Geruch entsteht, weil Hautbakterien den Schweiß zersetzen. Deodorants haben den Zweck, den bakteriellen Zersetzungsprozess zu unterbinden.
Wirksam ja, aber wie lange?
Die Wirksamkeit von Deos wurde schon öfter getestet, etwa von der Zeitschrift Konsument (2007, 2011), von Ökotest (2008) oder von Stiftung Warentest (2011). Das Ergebnis: alle getesteten Produkte reduzieren Schweißgeruch, manche mehr, manche weniger. Aber ein gewisses Maß an Eigengeruch bleibt auch beim besten Deo. Zudem ist die Wirksamkeit eines gewissen Produkts von Mensch zu Mensch unterschiedlich. 6 von 16 Deos konnten zwar beispielsweise bei Stiftung Warentest Schweißmengen nicht ausreichend stoppen, doch zumindest für acht Stunden schützten alle getesteten Deos ausreichend. Ökotest stufte allerdings einige Inhaltsstoffe als bedenklich ein.
Effektiv = gesundheitlich bedenklich?
In Deos finden sich im Wesentlichen drei Substanzen, entweder alleine oder in Kombination: Parfümstoffe, Alkohol und Aluminiumsalze. Der Konsument-Test fand heraus, dass auch parfümfreie Deos den Schweißgeruch reduzieren und außerdem den Vorteil haben, sich nicht mit den Gerüchen anderer aufgetragener Parfüms zu schlagen. Alkohol desinfiziert und bremst das Wachstum der Bakterien, kann jedoch bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen. Vor allem bei frisch rasierter Haut ist Vorsicht geboten. Aluminiumsalze hingegen verengen die Schweißdrüsen und reduzieren damit die Schweißmenge um 20 bis 50 Prozent, können aber ebenfalls die Haut reizen.
Ökotest kommt zum kritischen Schluss: "Etliche Stoffe, die effektiv gegen Schweiß oder schweißzersetzende Bakterien wirken, bergen gesundheitliche Risiken." Dazu würden etwa der aggressive Bakterienkiller Triclosan zählen, der zu Antibiotikaresistenzen bei Bakterien führen könne, sowie polyzyklische Moschus-Verbindungen. Letztere würden sich im Körper und in der Muttermilch anreichern; auch eine hormonähnliche Wirkung sei bei einigen bekannt. Duftstoffe können Kontaktallergien hervorrufen, worauf die empfindliche Haut in den Achselhöhlen mit Juckreiz, Rötungen oder Bläschen reagiert. Auf den vordersten Plätzen im Ökotest-Test rangieren daher Naturkosmetikprodukte von Herstellern wie Alterra, Alverde, Dr. Hauschka, Lavera oder Logona.
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