Energiesparen

Aktualisiert am: 21.07.2008

Verbrauchen Sie zu viel Strom?

Jeder Einzelne kann zum Klimaschutz beitragen. Zuhause Energiesparen ist aber mehr, als nur ein paar Energiesparlampen in die Fassung zu schrauben. Auf Wecarelife erfahren Sie, wie Sie wertvolle Ressourcen schonen. 

Autor: Rosi Dorudi

Die EU hat berechnet, dass ein durchschnittlicher Haushalt etwa 25 Kilogramm CO2 im Jahr sinnlos verpustet. Ein Grund mehr, im Haushalt mit Energie sparsamer umzugehen. Das kann schon beim alltäglichen Wasserverbrauch zur körperlichen Hygiene beginnen. Ein richtiges Vollbad ist zwar etwas Feines, doch spart man – je nach Wannengröße – bis zu 70 Liter Wasser, wenn man statt eines Bades nur duscht.

Entscheidend ist auch, wie heiß man das Wasser haben möchte. Maximal 60 Grad Celsius sind für das Wohlbehagen völlig ausreichend, und das lässt sich mühelos an der zentralen Warmwasseranlage einstellen. Übrigens kommt der Warmwasserverbrauch in Sachen Energieverbrauch bei Privathaushalten gleich an zweiter Stelle.

Klimakiller Heizen

Den ersten Platz belegt unter anderem das Heizen. Bei winterlichen Temperaturen die Wohnung so aufzuheizen, dass man herumlaufen kann wie im Sommer, ist absolute Verschwendung. Wer die Temperatur in seiner Wohnung um nur ein Grad senkt, reduziert den CO2-Ausstoß um bis zu 300 Kilogramm im Jahr! Angenehmer Nebeneffekt: Sie sparen etwa fünf bis zehn Prozent Heizkosten.

Auch auf die richtigen Fenster kommt es an. Alte Fenster haben zwar ihren Charme, aber ihre Energie-Bilanz ist alles andere als charmant. Die alten Einfachverglasungen geben ein Vielfaches mehr an Wärme nach außen ab als neue Fenster mit Wärmedämmung. Zugezogene Vorhänge, sofern sie nicht die Heizkörper verdecken, helfen zusätzlich die Wärme im Raum zu speichern. Aufs Lüften sollte man dennoch nicht verzichten, denn das spart Energie und schützt vor Schimmel. Am besten regelmäßig für ein paar Minuten alle Fenster gleichzeitig öffnen, damit schnell frische und trockene Luft durch die Wohnung rauscht.

Tatort: Küche

Auch in der Küche lässt sich Energie sparen. Beim Kochen gilt: Deckel auf den Topf! So bleibt die Hitze im Topf und kann optimal verwendet werden, denn ohne Deckel verbrauchen Sie dreimal mehr Energie. Ob Kaffee oder Tee - machen Sie immer nur so viel Wasser heiß, wie Sie tatsächlich brauchen. Die Energie, die durch überflüssiges Warmwasser verloren geht, summiert sich.

Nutzen Sie die Restwärme: Verwenden Sie auch zum Kochen möglichst kleine Wassermengen und schalten bei einem E-Herd das Gerät frühzeitig ab, die Nachhitze der Platte reicht meist noch völlig aus. Das Gleiche gilt beim Backen: Der Ofen kann gut zehn Minuten vor Ende der Garzeit ausgeschaltet werden. Beim Garen mit einem Schnell- oder Druckkochtopf spart man sogar 50 Prozent der Energie. Auch beim Spülen kann man sparen: Ein voll beladener moderner Geschirrspüler verbraucht zwischen zwölf und 15 Liter Wasser pro Waschgang. Würde man die gleiche Menge Geschirr mit der Hand reinigen, würde man etwa viermal so viel Wasser und 15 Prozent mehr Strom verschwenden.


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