Energiesparlampe & Co

© Fotolia/Bernd Leitner
Autorin: Mag. Sonja Tautermann
Aktualisiert am: 28.09.2009
Welche Lampe wann geeignet ist
"Die meisten handelsüblichen Energiesparlampen machen nur dort Sinn, wo sie nicht häufig ein- und ausgeschaltet werden, sonst gehen sie schneller kaputt als vom Hersteller angegeben", sagt Peter Kurz, Fachberater für Bauen und gesundes Wohnen. "Sie sollten daher möglichst lange brennen, mindestens 15 Minuten." Manche Modelle sind gegenüber häufigem Ein- und Ausschalten unempfindlicher als andere, dafür muss man aber meist tiefer in die Tasche greifen. Da die Gefahr des Zerbrechens beim Einsatz als Tisch- oder Stehlampen größer ist, sind Energiesparlampen dafür weniger geeignet, außer man nimmt Modelle mit Bruchschutz.
Energiesparlampen erzeugen wie Glühlampen und jedes Gerät, in dem Strom fließt, niederfrequente elektrische und magnetische Felder. Das Vorschaltgerät im Sockel der Sparlampen erzeugt darüber hinaus auch noch hochfrequente Felder. "Die Hersteller sollten den Elektrosmog reduzieren, was technisch auch möglich wäre", sagt Kurz. Immerhin seien wir durch Mobilfunk und Co ohnehin schon einer Dauerbestrahlung ausgesetzt. Wer sich schützen will, hält am besten einen Abstand von ein bis zwei Metern zu Energiesparlampen ein. Als Decken- oder Außenbeleuchtung sind sie also geeignet.
Alternativen: LEDs und Halogenlampen
Eifrig geforscht wird an der Weiterentwicklung von LEDs (lichtemittierende Dioden) bzw. Leuchtdioden. "Derzeit sind LEDs noch zu lichtschwach, aber sie sind die Zukunft", so der Fachberater. "Kein Elektrosmog, noch weniger Energieverbrauch, kein Quecksilber. Aber sie sind noch zu verbessern." Leuchtdioden entwickeln auch keine Hitze. Momentan kosten sie aber leider noch sehr viel und können nur Glühbirnen von bis zu 40 Watt ersetzen.
Als Zwischenlösung eignen sich auch Halogenlampen, die eine Weiterentwicklung der Glühbirnen sind. Mit einer Lebensdauer von rund 2.000 Stunden halten sie durchschnittlich doppelt so lange wie eine normale Glühbirne. "Sie verbrauchen im Schnitt 30 Prozent weniger Energie als Glühbirnen." Der Energieverbrauch ist zwar nicht so niedrig wie bei LEDs oder Energiesparlampen, dafür gibt es bei Halogenlampen keine Probleme Quecksilber oder Strahlen.
Sinnvoll Energie sparen
Das Sparpotenzial durch die Beleuchtung ist aber gar nicht so hoch. "Durch Energiesparlampen kann man im Haushalt etwa 1,5 Prozent Energie einsparen, das ist nicht viel", sagt Baubiologe Kurz. "Es gibt andere Bereiche, wo man bessere Ergebnisse erzielen kann, um Klima und Brieftasche zu schützen, wie zum Beispiel beim Heizen oder Autofahren."
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