Feng Shui

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Aktualisiert am: 19.11.2004
Teil 1: Was ist Feng Shui?
Teil 2: Geschichte des Feng Shui
Teil 3: Schulen des Feng Shui
Teil 4: Chi
Teil 5: Yin und Yang
Teil 6: Die 5 Elemente
Teil 7: Bagua
Teil 8: Wohnen mit Feng Shui
Teil 9: Pflanzen und Düfte
Geschichte des Feng Shui
Feng Shui wird im Allgemeinen eher als Kunst, denn als Wissenschaft betrachtet. Von seinen Ursprüngen her ist es allerdings eher umgekehrt. Man könnte Feng Shui als eine Form "angewandter Statistik" bezeichnen.
Die Chinesen haben schon sehr früh erkannt, dass hinter allen Naturerscheinungen gewisse Regelmäßigkeiten stehen. Ganz einfache Rhythmen sind der Wechsel zwischen Tag und Nacht, Sommer und Winter und viele andere mehr.
Da die alten Feng Shui-Meister, die Fang Shi, gleichzeitig Mathematiker waren, die u.a. auch die Kalenderberechnung und Astronomie beherrschten, war es nur eine logische Konsequenz, dass sie eines Tages begannen, die Häufigkeit bestimmter Ereignisse in Verbindung mit räumlichen Gegebenheiten, sowie zeitlichen Verläufen zu erforschen.
Sie fanden dabei heraus, dass manche Stellen anscheinend auffallend günstige Auswirkungen auf jegliche Bewohner hatten, wogegen andere Plätze genau umgekehrt auf die dort ansässigen Menschen wirkten. Ähnlich verhielt es sich mit Tageszeiten oder auch größeren Zeitspannen.
Es schien immer Häufungen von gleichartigen Ereignissen in gleichartigen Zeitabschnitten oder Landschaften zu geben. Der nächste Schritt war dann, eine Systematik zu erarbeiten, durch welche sich diese Ereignisse vorhersagbar machen ließen. Eines der Ergebnisse war z.B. die sog. Stundenuhr der chinesischen Heilkunde, die inzwischen sogar von der westlichen Medizin teilweise anerkannt wird. Demnach hat jedes innere Organ bestimmte Zeiten, zu denen es besonders aktiv oder aber besonders schwach ist. In der Akupunktur und der chinesischen Medizin wird dieser Aspekt auch immer besonders berücksichtigt.
Letztendlich ist also aus dieser "Forschung" ein stochastisches System entstanden - ein System der Berechnung von Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Ereignisse.
In der Praxis handelte es sich beim Feng shui ursprünglich vor allem um einen alten Begräbnisbrauch. Die Verehrung der Ahnen hat in der chinesischen Kultur einen ungleich höheren Stellenwert hat als hierzulande. Die Gräber der Verstorbenen müssen ein gutes Feng shui haben, und eine Familie wird nur dann vom Glück begünstigt, wenn sie in einer guten Position zu den Gräbern ihrer Ahnen lebt. Wenn es mehrere Kinder gibt, kommt es zur Konkurrenz, denn durch jede Grabposition wird jeweils ein Kind den größten Vorteil haben. Es gibt Geschichten, wonach zwei Brüder so lange um den endgültigen Grabplatz ihres Vaters gestritten haben, bis sie schließlich selbst gestorben sind. Bei Konfliktfallen kam es regelmäßig vor, dass die eine Partei die Ahnengräber der Gegenpartei aufspürte und verwüstete, um so dauerhaftes Unglück über den Gegner zu bringen. Selbst die Kommunisten übten noch diese Praxis aus, um Ihre Gegner zu bestrafen und zu demütigen.
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