Hanfkosmetik

Aktualisiert am: 18.08.2009

Hanföl in Kosmetika

Hanföl findet in der Naturkosmetik immer mehr Verwendung. Es wirkt gegen trockene Haut und hat eine lindernde Wirkung bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis. Bekannt sind auch seine entzündungs- und schmerzlindernden Eigenschaften.

Aus der Ernährungswissenschaft wissen wir es schon längst: Pflanzenöle mit ihren ungesättigten Fettsäuren sind besser als tierisches Fett. Auch die Kosmetikindustrie preist neuerdings den Einsatz von ungesättigten Fettsäuren für die Verbesserung der Hautstruktur an. Bislang haben aber lediglich Linolsäure und Gamma-Linolensäure einen nachgewiesenen therapeutischen Effekt. Trockene, rissige und schuppige Haut reagiert positiv auf eine äußerliche Behandlung mit diesen essentiellen Fettsäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann und die man ihm deshalb zuführen muss.

Segen für Neurodermitiker

In Hanföl ist Gamma-Linolensäure enthalten und wirkt somit unter anderem gegen trockene Haut. Im gesunden Körper wird sie mithilfe des Enzyms Delta-6-desaturase aus Linolsäure gebildet. "Menschen mit Hauterkrankungen bzw. Neurodermitiker haben aber meist einen angeborenen Delta-6-desaturase-Mangel", erklärt Ernährungswissenschaftlerin Gerda Denner. Betroffen sind weiters Diabetiker, aber auch Virusinfekte oder eine erbliche Vorbelastung können einen solchen Enzym-Mangel verursachen. Führt man dem Körper nun mit dem Hanföl Gamma-Linolensäure zu (sowohl innerlich als auch äußerlich), bessern sich die Beschwerden und der Enzym-Mangel kann umgangen werden.

Vorteil gegenüber anderen Pflanzenölen

Obwohl Linolsäure und Gamma-Linolensäure auch in anderen Pflanzenölen (z. B. Nachtkerze und Borretsch) in hohen Konzentrationen gefunden werden, hat Hanföl im Vergleich zwei wesentliche Vorteile: Hanföl enthält die beiden essentiellen Fettsäuren Linolsäure und Alpha-Linolensäure in einem Verhältnis von 3:1. Diese Zusammensetzung ist dem Verhältnis 4:1, in dem diese Fettsäuren typischerweise in der menschlichen Haut vorliegen, sehr ähnlich. Im Vergleich dazu weisen Nachtkerze und Borretsch ein ungünstiges Verhältnis von 30:1 auf.

Zudem kommen beim Anbau von Nachtkerze und Borretsch häufig Pestizide zum Einsatz, was bei Hanf normalerweise nicht der Fall ist.

Hanföl-Massage

In der Therme Laa – Hotel & Spa wurde eine eigene Hanföl-Massage entwickelt. Öle aus dem Speisehanf werden dabei mit Kräutern kombiniert und zur Entspannung eingesetzt.


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