Infrarotwärme
Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 16.12.2008
Rotes Licht fürs Wohlbefinden
Infrarotwärme wirkt wohltuend, schmerzlindernd und kann Heilungsprozesse beschleunigen. Viele Wellness-Einrichtungen bieten sogar spezielle Infrarot-Kabinen für eine Ganzkörperbehandlung an.
Wärme tut gut. Sie wirkt positiv auf Körper und Seele. Schon lange werden Rotlichtlampen zur Behandlung von Hexenschuss, Nebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung oder Verspannungen eingesetzt. In den letzten Jahren bieten immer mehr Fitness-Studios, Spas und andere Wellness-Einrichtungen Behandlungen mit speziellen Infrarot-Wärmekabinen an. Im häuslichen Gebrauch setzen sie sich auch als Alternative zur Sauna durch.
Was steckt dahinter?
In den so genannten Infrarot-Wärmekabinen kommen Infrarot-C-Strahlen zum Einsatz. Diese rufen eine ähnliche Wirkung wie die Strahlen der Sonne hervor. Dabei erwärmt nur ein geringer Teil dieser Infrarotwärmestrahlung die Luft in der Kabine, die dadurch nur eine Temperatur zwischen 40 und 60 Grad erreicht. Die langwellige Infrarot-C-Strahlung dringt in die Oberfläche der Haut ein und erwärmt im Gegensatz zur Sauna den Körper von innen. In der Sauna hingegen erfolgt die Erwärmung der Hautoberfläche von außen. Bei 80 bis 100 Grad wird durch die Heißluft, die Strahlungswärme und den Kontakt des Körpers mit dem Holz eine Erwärmung hervorgerufen.
Im Körper werden durch Infrarotwärme ähnliche Mechanismen wie bei der Sauna in Gang gesetzt. Der Körper beginnt zu schwitzen, der Kreislauf wird aktiviert, Muskel- und Gelenksschmerzen werden gelindert. Viele Menschen, denen es in der Sauna zu heiß ist, ziehen wegen der niedrigeren Temperaturen einen Aufenthalt in der Infrarot-Wärmekabine vor. Im Vergleich zur Sauna ersparen Sie sich auch das langwierige Aufheizen. Die Infrarot-Wärmekabine hat nur eine Aufwärmzeit von etwa fünf Minuten.
Schon ein 30-minütiger Besuch kann ausreichen, um im Körper positive Wirkungen hervorzurufen:
- Verbesserung der Widerstands- und Selbstheilungskraft
- Regeneration und Entspannung nach sportlichen Belastungen: Durch eine erhöhte Blutzirkulation werden Stoffwechselprodukte über den Schweiß abgegeben.
- Die erhöhte Schweißproduktion sorgt für eine intensive Reinigung der Haut. Die verstärkte Durchblutung macht die Haut geschmeidiger und weicher.
Vorsicht vor Infrarot A
Geräte, die eine nennenswerte Infrarot-A-Strahlung erzeugen, gehören in die Hand von Ärzten. Die kurzwelligen A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein, was nicht ganz ungefährlich ist. Bei den so genannten Hyperthermie-Behandlungen mit IR-A wird der Körper künstlich erwärmt. Dieses "künstliche Fieber" aktiviert das Immunsystem und bekämpft dadurch Stress, Schmerzzustände, Asthma, Bronchitis, Hautkrankheiten, Weichteilrheumatismus oder Arthrosen.
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