Kindersicherheit
Aktualisiert am: 09.04.2008
Teil 1: Kindersicher in den eigenen vier Wänden
Teil 2: Gefahren für Kinder
Teil 3: Kinder und Strom
Teil 4: Kinder und Etagenbetten
Teil 5: Kindersicherheit in der Küche
Gefahren für Kinder
Versuchen Sie ihre Wohnung möglichst kindersicher zu gestalten. 80 000 Kinder erleiden jährlich Vergiftungen im Haushalt. Besonderst die Zwei- bis Dreijährigen sind davon betroffen - sie schlucken Medikamente, Nikotin, Geschirrspülmittel und Haushaltsreiniger.
Lassen Sie deshalb nie solche Mittel frei herumliegen - schon geringe Dosen können für die Kleinen fatale Folgen haben. Auch sollten rauchende Eltern auf keinen Fall ihre Zigaretten offen liegen lassen. Kleine Kinder stecken sich die Zigaretten womöglich in den Mund und kauen darauf herum, dabei können schon wenige Tabakkrümel tödlich für ein Kind sein.
Gefährliche Geräte und giftige Mittel, dazu gehören auch Haushaltsreiniger und ähnliche Produkte, müssen ihren festen Platz an sicherer, für die Kinder unzugänglicher Stelle haben. Nach dem Gebrauch werden sie dort auch wieder sicher aufgehoben.
Generell gilt: Überall im Haus oder der Wohnung für ausreichend Licht und Ordnung zu sorgen. Lassen Sie keine Elektrokabel quer im Zimmer liegen und lagern Sie keine Gegenstände in Durchgängen oder auf Treppenstufen. Diese bilden Stolperfallen, durch die sich Ihr Kind beim Spielen schwer verletzen kann. Auch spitze Ecken und Kanten bilden ein erhebliches Gefahrenpotenzial für die Kleinen. Umwickeln sie gegebenenfalls die Kanten mit Tüchern oder Kreppband, auch sind Eckenabrunder für Tische oder Regale günstig im Baumarkt zu erstehen.
Kinder wollen immer hoch hinaus. Aus diesem Grund nutzen sie alles, was sich ihnen als Steighilfe anbietet. Herausgezogene Schubladen, Regalbretter, Stühle und Hocker sind für sie beliebte, aber keinesfalls bewährte Kletterhilfen. Gerne nutzen die kleinen Klettermaxe auch Elektrokabel, Tischdecken und Gardinen, um sich hochzuziehen. Aus diesem Grunde sollte man daran denken, Tischdecken mit Klammern zu befestigen oder - zumindest vorübergehend - darauf zu verzichten. Sichern Sie Ihre Schubladen mit Sicherungshaken gegen das Herausziehen, verankern Sie Regale fest in der Wand, so dass sie nicht umfallen können. Auch ist es sinnvoll, Krabbelkinder von steilen oder hohen Treppen fern zu halten, gegebenenfalls durch das Anbringung von Schutzgittern (z.B. von IKEA).
Die häufigste Unfallursache von Babys und Kleinkindern ist letztendlich die Unachtsamkeit der Eltern. Besonders Wickelkommoden werden für vitale Babys schnell zu gefährlichen Sprungbrettern, wenn Vater oder Mutter nur einmal kurz wegschauen oder sogar weggehen, um z.B. neue Windeln zu holen oder um das Telefon abzunehmen. Kinder sind oft viel beweglicher, als man glauben möchte; lassen Sie darum niemals Säuglinge, die auf dem Wickeltisch liegen, auch nur für eine Sekunde aus den Augen. Legen Sie sich am besten vorher alle benötigten Utensilien bereit. Nehmen Sie ansonsten lieber die Unbequemlichkeit in Kauf, das Kind mit auf den Arm zu nehmen, wenn Sie das Zimmer verlassen müssen, als sich später Vorwürfe zu machen.
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