Kindersicherheit
Aktualisiert am: 09.04.2008
Teil 1: Kindersicher in den eigenen vier Wänden
Teil 2: Gefahren für Kinder
Teil 3: Kinder und Strom
Teil 4: Kinder und Etagenbetten
Teil 5: Kindersicherheit in der Küche
Kinder und Etagenbetten
Ob Märchenschloss, Höhle oder Raumschiff, ob Zirkuszelt, Ritterburg oder Formel-1-Rennwagen - in der Fantasie von Kindern kann ein Hochbett jede beliebige Funktion einnehmen, die gerade ins aktuelle Spiel passt. Nicht nur deshalb sind Etagenbetten bei den meisten Kids äußerst beliebt. Schließlich kommen die kleinen Klettermaxe so allabendlich richtig hoch hinaus.
"Oben schlafen", das hat einen Reiz, der selbst hartnäckige Bettmuffel davon überzeugen kann, dass es Zeit zum Schlafengehen ist.
Den Eltern kommt dieser "Drang nach oben" ihrer Kleinen natürlich entgegen: Wenn zwei Geschwister sich ein Zimmer teilen müssen, gibt es schon aus Platzgründen oft gar keine Alternative zum Schlafen im "Doppeldecker". Ob Standard-Etagenbett oder Übereck-Bett auf zwei Ebenen - der Schlafplatz für Zwei kann den räumlichen Erfordernissen jedes Kinderzimmers angepasst werden. Durch Ergänzungsprogramme wie Anbauelemente oder beispielsweise praktische Stofftaschen zum Aufhängen lässt sich auch das Aussehen des Bettes jederzeit spielerisch verändern. Gleichzeitig entsteht auf diese Weise Stauraum für Spielzeug.
Nicht nur zum Schlafen
Auch für Einzelkinder stellt ein Hochbett bei Platzproblemen manchmal die rettende Einrichtungslösung dar: Der Platz unterhalb der Bettfläche bietet nämlich zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten. Dort lassen sich beispielsweise Spielzeugkisten, eine große Puppenstube, ein Kinderkaufladen oder auch ein Schreibtisch, Regale, Schränke oder Kommoden unterbringen. In vielen Fällen sind diese Elemente bei den Hochbetten auch schon vom Hersteller integriert und stabil mit der Bett-Konstruktion verbunden. Solche System-Lösungen für das Kinderzimmer wachsen mit ihren Nutzern mit, so dass unter dem Bett statt der Spielzeugkiste irgendwann auch der passende Computertisch zum Einsatz kommen kann, ohne dass ein neues Hochbett erforderlich ist.
Sicherheitsanforderungen
Weil solche Erlebnisbetten einiges mitmachen müssen, und weil darin natürlich manchmal auch nach der Gute-Nacht-Geschichte noch heimlich weitergeklettert wird, werden an alle Hochbetten ganz besondere Sicherheitsanforderungen gestellt. Eltern sollten deshalb bei der Anschaffung eines neuen Bettes auf Möbel-Prüfzeichen wie das GS-Zeichen für "geprüfte Sicherheit" achten. Für Etagenbetten gibt es mit der DIN EN 747 zusätzlich eine spezielle Norm, die vor allem ein sicheres Auf- und Absteigen sowie ein gefahrloses Schlafen im oberen Bett gewährleisten soll. So muss beispielsweise der Abstand von der Oberseite der Matratze zur Oberkante der Absturzsicherung mindestens 16 cm betragen. Für den Aufstieg ist in der Längsseite eine Lücke von 30 bis 40 cm vorgeschrieben. Und der Abstand zwischen den Tritten der Leiter muss zwischen 20 und 30 cm betragen.
Wichtig ist natürlich auch, dass bei einem Kinderhochbett sämtliche freiliegenden Kanten und hervorstehenden Teile gerundet sind. Außerdem müssen sowohl das obere und das untere Bett miteinander als auch die Leiter mit dem Bett fest verbunden sein. Vorgeschrieben ist darüber hinaus eine Gebrauchsanleitung, in der unter anderem die Position und die Befestigung der Leiter exakt erklärt werden.
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