Mein Balkon
Aktualisiert am: 26.06.2008
Teil 1: Das schwebende Gartl
Teil 2: Kühles Weiß oder buntes Afrika?
Teil 3: Licht- und Wasserspiele
Teil 4: Mobiles Mobiliar
Das schwebende Gartl
Kleine Räume brauchen besondere Beachtung. Das gilt auch und besonders für kleine Frei-Räume, wie der Balkon einer ist. Wie kann man die kleinen Oasen optimal nutzen, wie einrichten? Und welche Trends setzen die Gartengestalter 2008? Wecarelife fragte vier Experten.
Die Klassiker sind fünf mal zwei Meter groß und zwingen seine Nutzer nachgerade zu einer Entscheidung. Grillplatz, begrünte Raucherzone oder Blickfang? Egal, wofür der Balkon gut sein soll, "seine Funktion sollten die Familienmitglieder definieren, bevor es ans Gestalten geht", rät Ernst Richter, Chefeinrichter bei Ikea. "Nicht jeden Nutzungstraum kann man sich auf zehn Quadratmetern erfüllen", gibt er zu bedenken. Daher: "Zusammensetzen und überlegen", was der Familie, dem Paar, dem Single am wichtigsten sei und was zum Raumangebot passe. "Und wenn das einmal klar ist", gibt es für Richter keine Kompromisse mehr. Zum Beispiel hat man von einer Entspannungszone mit Hängematte reichlich wenig, wenn es beim Schaukeln und Eindösen gefährlich eng wird.
Partys feiern mit allen Freunden kann auf dem Balkon auch knapp werden. Besser sei es, "die Tür offen zu lassen und einen schönen Blick hinaus zu haben", meint der Ikea-Fachmann. Versteht man den Außenraum als Verlängerung des Wohnraums, könne man sich fragen: "Wie bereichert mich das Kleine draußen, wenn ich drinnen bin?", so Richter. Und in diesem Sinne sei ein wichtiges Gestaltungskriterium, "Sichtachsen zu schaffen".
Reduktion auf ein Thema
Wie im Innenraum so geht die Tendenz auch im Freien "zur bewussten Betonung der einzelnen Komponente", sagt der Design-Experte. Das Prinzip "weniger ist mehr" ist alt, aber bewährt. Durch die Reduktion auf wenige akzentuierte Pflanzen und Möbel kann man Richter zufolge "funktionale Freiräume schaffen". Soll heißen, von vornherein darauf achten, dass man sich an keinen Möbeln vorbeizwängen oder durch einen Dschungel schlüpfen muss.
In dieselbe Kerbe schlägt Ingrid Kletzl von Lederleitner, wenn sie meint, "ja nicht aus jedem Dorf einen Hund auf den Balkon stellen". So passen zum Beispiel Gräser zu einer Hortensie, auf die Wildstaude solle man aber bereits verzichten. Faustregel: "Auf ein Thema reduzieren." Bei Lederleitner stehen heuer Pflanzen mit silbrigem Laub – wie etwa Lavendel – im Zentrum. Groß im Kommen sind Kletzl zufolge Gräser. die Landschaftsplaner Armin Haderer und Ralf Wunderer kombinieren Ziergräser gerne mit Schotter. "Ins Schotterbeet passen auch Bambus und Buchsbaum gut, oder einzelne Staudengewächse – etwa Lilien und der erwähnte Lavendel", erzählt Haderer. Wichtig dabei: "Nicht zu viele Materialien mixen! Das Ganze soll straight und harmonisch wirken", regt Haderer an. In Sachen Farbwahl nennt er drei Grundsätze: "Farbkontraste ziehen Blicke auf sich. Kühle Pastellfarben wirken harmonisch." Und mit verschiedenen Intensitäten der gleichen Farbe könne man einen subtilen Eindruck erzeugen.
"Helle Farben und Blautöne vergrößern einen Raum optisch, sind also für den Balkon gut geeignet, während Gelb und Rot drücken", ergänzt Gartenplanerin Kletzl. Die Nichtfarbe "Weiß" hat man bei Lederleitner zur Trendfarbe des Jahres 2008 gekürt. Die aktuelle Design-Sprache für Innenräume spiegelt sich also auch in den Gartenmöbeln wider. Die pflegeleichten und wetterfesten Geflechtmöbel aus Caroon-Faser gibt es im Lederleitner Online-Shop.
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