Optimismus für Anfänger

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Aktualisiert am: 19.09.2011
Ein halb leeres Glas wird halb voll
Pessimismus ist kein Schicksal: Wer bereit ist, an sich zu arbeiten, wird seine Schwarzseherei los.
Autorin: Andrea Krieger
Der eine sieht, was da ist, der andere, was fehlt. Das muss allerdings nicht so bleiben. Optimismus-Training ist ein probater Weg zu mehr Zuversicht. Aha, denken Sie vielleicht, jetzt kommen sicher Botschaften wie "Just look at the sky and be happy", "Du kannst alles erreichen, wenn du nur willst" oder "Geht nicht, gibt´s nicht". Irrtum! Beim Optimismus-Training nach Art des bekannten US-Psychologen Martin Seligmann geht es nicht etwa um naive Phrasen oder Allmachtsphantasien. Auch nicht um eine maßlose Selbstüberschätzung, die jeglicher Grundlage entbehrt und einen selbst und die Umwelt gefährden kann. Nein, Ziel ist vielmehr eine realistische Einstellung der eigenen Fähigkeiten und Gestaltungsmöglichkeiten.
Optimisten leben glücklicher
"Und was soll das bringen?", werden passionierte Pessimisten jetzt fragen. Erstens: Erwiesen ist, dass eine negative Grundhaltung das Verhalten verändert und so zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden kann. Ein Mann, der glaubt, ohnehin keine Chance bei einer bestimmten Frau zu haben, wird entweder gar nicht erst mit ihr zu flirten beginnen oder nicht besonders erfolgreich dabei sein. Zweitens Argument: Optimisten leben glücklicher. Drittens schließlich: Sie verdauen Schicksalsschläge und Misserfolge leichter.
So liest man zumindest in dem legendären Buch "Pessimisten küsst man nicht". Dessen Autor, der amerikanische Psychologe Martin Seligmann hat sich den Optimismus als Forschungsobjekt vorgeknöpft und gibt auch Anleitungen, wie man zum Schönseher wird.
Die Hard-Facts
Der erste Schritt ist, die Mechanismen von Optimismus und Pessimismus zu durchschauen. Seligman hat herausgefunden, dass beide aus der gleichen Begebenheit unterschiedliche Schlüsse ziehen. Eine gute Prüfungsnote schreiben erstere ihren eigenen Fähigkeiten zu und sind sich sicher, auch künftig Erfolg zu haben. Ganz anders die Pessimisten. Sie halten ihr gutes Abschneiden für einen Zufall und sagen sich: "Das nächste Mal habe ich bestimmt weniger Glück." Umgekehrt halten positive Menschen einen Schicksals- oder Fehlschlag für eine Ausnahme. Sie analysieren die Gründe dafür und sind guter Dinge, dass sich die Misere nicht wiederholt, während Schwarzseher sich bereits vor der nächsten Katastrophe fürchten.
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