Hautpflege im Winter

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Aktualisiert am: 06.02.2012
Winterfest: Kälteschutz für die Haut
Die Kältewelle hat uns nach wie vor fest im Griff. Minusgrade setzen unsere Haut und unseren Körper jedoch extremen Bedingungen aus. Der ständige Wechsel von eiskalter Luft in beheizte Räume trocknet die Haut aus, bei mangelhafter Pflege und zu dünner Kleidung drohen gar Erfrierungen. Darum braucht die Haut im Winter besonders intensive Pflege - vor allem bei sportlichen Aktivitäten an der frischen Luft.
Bei Kälte braucht die Gesichtshaut eine Extraportion Pflege. Frostige Temperaturen draußen, trockene Heizungsluft drinnen sorgen für Stress und entziehen der Haut Feuchtigkeit. Der natürliche Schutzfilm der Haut wird immer dünner, weil die trockene Luft die Talgproduktion bremst. Die Haut wird trocken, rissig, schuppig und beginnt zu jucken.
Wenig Feuchtigkeit, viel Fett
Was die Haut jetzt braucht, ist eine schützende Pflege. Im Winter können Sie ruhig eine sehr reichhaltige Creme verwenden, leichte Lotionen und Feuchtigkeitscremes heben Sie besser für das Frühjahr auf. Der Fettanteil Ihrer Hautpflege sollte bei Minusgraden auf jeden Fall höher sein als der Wasseranteil. Rückfettende Cremes spenden Feuchtigkeit und erhalten die Elastizität der Haut. Produkte mit Harnstoff (Urea), Glycerin, Kollagen oder Hyaluronsäure binden außerdem die Feuchtigkeit in der Haut und verhindern Wasserverlust. Meistens sind Nachtcremen etwas reichhaltiger und leisten im Winter daher bei kalten Temperaturen auch tagsüber gute Dienste. Bei extremer Kälte kann auch ein Öl verwendet werden. Öle enthalten keine Emulgatoren oder Konservierungsmittel und sind deshalb besonders gut verträglich. Nur Menschen mit öliger Haut sollten davon besser die Finger lassen. Damit die Haut nicht weiter austrocknet, sollten Sie bei der Gesichtsreinigung sanfte Pflegemittel verwenden und auf alkoholhaltiges Gesichtswasser verzichten.
Frost- und Sonnenschutz beim Wintersport
Wenn die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt sinken, sollten Sie auf Feuchtigkeitscremen mit hohem Wasseranteil (Öl-in-Wasser-Emuslionen) allerdings verzichten. Im Extremfall kann das darin enthaltene Wasser nämlich gefrieren. Die Gefahr besteht gerade beim Wintersport. Beim Skifahren können durch den Fahrtwind frostige Temperaturen von bis zu minus 50 Grad Celsius an exponierten Hautstellen entstehen. Fetthaltige Sonnenschutzcremes und Wasser-in-Öl-Emulsionen bewahren davor und schützen Ihre Haut gleichzeitig vor der erhöhten UV-Strahlung in den Bergen. Sonnenschutzgels oder -Sprays hingegen sind aufgrund ihres hohen Feuchtigkeitsanteils im Winter nicht geeignet. Damit die Poren der Haut nicht verstopfen, sollten Sie die fettenden Outdoor-Kosmetika jedoch entfernen, sobald Sie sich wieder länger in beheizten Innenräumen aufhalten.
Auch der Körper braucht Pflege
Nicht nur die Gesichtshaut leidet im Winter, auch der Körper braucht bei Kälte besondere Aufmerksamkeit. Neben Heizungsluft und Kälte ist hier die dicke Winterkleidung eine Belastung. Raue und schuppige Haut werden Sie mit Körperölen und fetthaltigen Lotionen wieder los. Häufiges Baden und Duschen mit heißem Wasser sollten Sie vermeiden. Und wenn, dann auf jeden Fall mit Dusch- oder Badeölen. Danach nicht trocken reiben, sondern nur abtupfen - und Ihre Haut bleibt auch im Winter kuschelweich.
Vorsicht vor Erfrierungen!
Rutschen die Temperaturen in den zweistelligen Bereich unter Null, ist Vorsicht bei längeren Aufenthalten im Freien angebracht. Besonders Kinder und untergewichtige Personen kühlen durch ihr geringeres Körpervolumen besonders schnell aus. Als Faustregel gilt: Je weiter entfernt von der Körpermitte, desto schneller drohen Erfrierungen. Denn um den Wärmeverlust in Grenzen zu halten, werden Hände, Füße, Nasenspitze und Ohren in der Kälte weniger durchblutet. Schützen Sie daher die Ohren durch eine Mütze, Ohrenschützer oder Stirnband, die Nasenspitze sollte eine dicke Schicht Kälteschutz-Creme bedecken. Die Finger sollten durch dicke Handschuhe oder Fäustlinge vor Erfrierungen geschützt werden, die Füße sollten in dicken Socken und nicht zu engen Schuhen mit dicken Sohlen stecken. Erfrierungen erkennt man an weißen Flecken auf der Haut, die beim Wechsel ins Warme rot anlaufen sowie stechend und brennend schmerzen. In diesem Fall haben Sie es übertrieben und sollten beim nächsten Aufenthalt im Freien noch eine Schicht mehr anziehen bzw. auftragen.
Trotz klirrender Kälte: regelmäßig, aber mäßig ins Freie
Gerade bei Kindern sollten Sie darauf achten, die Aufenthalte im Freien nicht zu lange zu gestalten, bei extremer Kälte sollten sich die Kleinen nach einer halben Stunde wenigstens ein paar Minuten drinnen wieder aufwärmen. Gesunde Menschen sollten trotz frostiger Temperaturen aber dennoch nicht zu Stubenhockern werden: Die Wintersonne ist für die Bildung von Vitamin D unverzichtbar, unser Immunsystem wird gestärkt und unsere Stimmung durch das UV-Licht besser. Nicht zuletzt brauchen wir regelmäßige Bewegung, um nicht am Ende des Winters mit einer dicken Speckschicht "gesegnet" zu sein. Routinierte Läufer werden sich von Minusgraden ohnehin nicht von ihrem Trainingsplan abbringen lassen. Wenig geübte Sportler sollten allerdings nicht unbedingt jetzt zu joggen beginnen, sondern etwa auf das Laufband zu Hause oder im Fitness-Studio ausweichen.
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