Sauna
Aktualisiert am: 30.05.2006
Teil 1: Sauna: Schwitzen ist gesund
Teil 2: Der richtige Aufguss
Teil 3: Sauna-Aufgüsse mit Aromaölen
Teil 4: Schwitzen, aber richtig
Teil 5: Ab in die Kälte
Der richtige Aufguss
Die Luftfeuchtigkeit ist eine Eigenschaft, die die Sauna von Dampfbädern unterscheidet. Sie wird in der Regel mit einem Hydrometer gemessen und soll idealerweise 10 bis 30 Gramm pro Kubikmeter betragen.
Um einen zusätzlichen Reiz zu bieten, wird von Zeit zu Zeit Wasser auf die Ofensteine gegossen, also ein Aufguss vorgenommen. Die Empfehlung lautet: 10 bis 15 Milliliter pro Kubikmeter Saunaraum. Wer diesen Guss nicht gewohnt ist, sollte vielleicht vorher die Sauna verlassen. Der Aufguss ergibt sofort einen Niederschlag auf der Haut, er kondensiert, denn die Haut ist kühler. Dabei entsteht - umgekehrt zur Verdunstung - Kondensationswärme, die zuerst auf den oberen Bänken zu beobachten ist.
Dieser intensive Wärmereiz lässt sich noch steigern, indem die Dampfströmung erhöht wird. Dadurch wird die isolierende Dampfschicht direkt auf der Haut entfernt. Bei uns erzeugt der Saunameister in öffentlichen Saunen diesen Luftzug durch Wedeln mit dem Handtuch (die Saunierenden selbst sollen mit Muskelarbeit zurückhaltend sein); in Finnland dagegen ist das so genannte "Quästen" gebräuchlich. Dabei beklopfen die Saunabesucher die Haut mit Birkenlaub-Büscheln, wodurch ebenfalls der isolierende Luftfilm über der Haut abgerissen wird. Wegen der Verschmutzung durch Blätter und Stängel hat man davon in unseren Breiten Abstand genommen. Worauf man aber gerne zurückgreift, sind ätherische Öle.
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