Sicherheit im Alter
Aktualisiert am: 29.08.2006
Teil 1: Sicheres Wohnen für Senioren
Teil 2: Tipps und Verhaltensregeln
Teil 3: Sicherheit durch moderne Elektronik
Sicherheit durch moderne Elektronik
Möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können, wünscht sich fast jeder ältere Mensch. Denn vieles ist einem im selbstgebauten Haus oder in der eigenen Wohnung ans Herz gewachsen.
Treppensteigen oder einfache Tätigkeiten wie beispielsweise Rolläden hochziehen - für den jungen Menschen selbstverständlich - können vom Senioren häufig nicht mehr oder nur mit großen Schwierigkeiten ausgeführt werden. Oder es sind kleine Vergesslichkeiten, die zu Gefahren werden. Eine moderne Elektroinstallation und technische Hilfsmittel sind oftmals die "Problemlöser". Gerade für diesen Zweck wurden Produkte entwickelt, die die Unabhängigkeit im eigenen Heim durch mehr Komfort und Sicherheit wesentlich erleichtern.
In der Regel hat heute jeder Raum einen Lichtschalter. Dennoch meinen viele Menschen oft, die paar vertrauten Stufen im Dunkeln gehen zu können, vor allem wenn sie gerade keine Hand frei haben. Da hilft ein Automatik-Schalter, der beim Betreten des Raumes automatisch das Licht einschaltet und - wird keine Bewegung mehr registriert - auch wieder ausschaltet. Vorteilhaft ist diese Installation bei nur kurz benutzten Räumen und Durchgangsbereichen.
Gerade beim Bügeleisen, bei der Kaffeemaschine oder auch bei der Heizdecke besteht leicht die Gefahr, dass das Abschalten vergessen wird. Hier hilft ein Zeitschalter. Ein einfacher Dreh genügt, und nach Ablauf der eingestellten Zeit gehen die Geräte von selbst wieder aus. Sollte doch irgendwo ein Brand entstehen, warnt ein Rauchmelder mit einem lauten Alarmton und einem roten Dauerlicht. Diese zusätzliche Sicherheit lässt sich ohne großen Aufwand installieren, weil kein Netzanschluss benötigt wird.
Speziell für Menschen, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, besteht die Möglichkeit einer Sprachsteuerung. Sie erkennt bis zu 64 verschiedene sprachliche Kommandos und bewegt damit alles, was im Raum elektrisch schalt- und steuerbar ist: Licht, Rolläden, Bett, Tür oder die Unterhaltungselektronik. Darüber hinaus besteht mit einem Telekoppler die Möglichkeit, auch schnelle Hilfe herbeizurufen. In Verbindung mit einem Notruftaster, einer IR-Fernbedienung oder der Sprachsteuerung wählt der Telekoppler automatisch eine zuvor einprogrammierte Telefonnummer an und alarmiert Familienangehörige oder den Rettungsdienst.
Vielfältige Hilfen im ganzen Haus lassen sich mit einer denkenden Zentrale realisieren. Über eine Steuerleitung werden alle elektrischen Befehle ausgeführt. Entweder indem ein Tastsensor bedient wird oder indem Sensoren automatisch wichtige Vorgänge steuern. Mit einem einzigen Tastendruck lassen sich beispielsweise alle Lichter im Haus an- und ausschalten oder alle Jalousien bedienen. Automatisch schließt ein Feuchtigkeitssensor bei Regen das Dachflächenfenster, oder ein Windsensor sorgt dafür, dass die Markise eingefahren wird - das intelligente Haus verwaltet sich in wesentlichen Punkten selbst.
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