Sicherheit im Alter

Aktualisiert am: 29.08.2006

Tipps und Verhaltensregeln

Das Wichtigste für ältere Menschen und jeden anderen, der vielleicht nicht mehr so ganz sicher auf den Beinen ist, ist, sich seiner eigenen Gefährdung bewusst zu sein. Manches geht eben nicht mehr so flott wie früher - ja und? Wenn man sein Verhalten entsprechend anpasst, kann man sich vor viel Schaden selbst bewahren.

Ausreichende Beleuchtung sicherstellen
Das menschliche Sehvermögen nimmt mit dem Alter ab. So beträgt die Sehleistung im sechzigsten Lebensjahr nur noch durchschnittlich 75 Prozent. Bei Achtzigjährigen liegt sie nur noch bei knapp über 50 Prozent.
Dieser Mangel lässt sich in der Wohnung zum Teil ausgleichen, indem für bessere Lichtverhältnisse gesorgt wird. Eine helle, aber gleichmäßige Ausleuchtung des Wohnbereichs steigert den Sehkomfort und sorgt für Sicherheit. Das mit zunehmendem Alter schwächer werdende Auge braucht mehr Licht und schärfere Kontraste, um Details wahrnehmen zu können. Während ein junges Auge noch im Halbdunkeln ein scharfes Bild wahrnimmt, benötigt das ältere Auge mehr Licht, um die gleiche Schärfe wahrzunehmen. Trittsicherheit hängt mit guter Wahrnehmung zusammen.

Bewusst gehen
Immer darauf achten, wohin man den Fuß setzt. Ständigen, weiträumigen Blickkontakt mit dem Boden zur Gewohnheit machen. Gehgeschwindigkeit den Verhältnissen anpassen.

Geeignete Schuhe tragen
Gehen und Stehen ist umso sicherer, je sicherer das Schuhwerk ist. Hauspantoffel bieten wenig Halt, und man stolpert leicht in ihnen. Die Hausschuhe - und auch alle anderen Schuhe - sollten bequem und leicht sein, den Fuß nicht beengen, aber dennoch stützen. Und besonders wichtig sind gute Sohlen. Denn: Profilierte oder geriffelte Gummisohlen sowie flache und breite Absätze sorgen für bessere Bodenhaftung. Festsitzende Schuhe im Unterschied zu Riemchensandaletten verbessern ebenfalls die Trittsicherheit.

Gehhilfen
Besser sicher mit Stock, als unsicher ohne. Es gibt auch Modelle, die zusammenlegbar sind und auf die individuell nötige Höhe eingestellt werden können. Gummispitzen machen den Stock rutschfest, fürs Gehen in Eis und Schnee empfiehlt sich ein Eisdorn. Bietet der Stock nicht mehr genug Halt, ist eine Krücke anzuraten: Hier verteilt sich das Gewicht auf den gesamten Unterarm. Ist auch die Krücke nicht mehr Hilfe genug, stehen feste Gehhilfen oder Gehhilfen mit Rollen zur Verfügung. Gehhilfen werden meist von der Krankenkasse mitfinanziert, man braucht dafür eine Verordnung vom Hausarzt. Vor dem Kauf sollte man sich aber unbedingt von einem Ergotherapeuten beraten lassen und verschiedene Modelle ausprobieren.

Bodenverhältnisse prüfen
Durch Witterungseinflüsse oder unsachgemäße Reinigung (Nässe, Bodenwachs, Politur usw.) kann die Gleitfähigkeit des Bodens plötzlich und unerwartet erhöht sein. Dann ist besondere Vorsicht geboten.


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