Tipps zum Bettenkauf
Autorin: MMag. Susanne Kapeller
Aktualisiert am: 07.08.2008
Teil 1: Wie man sich bettet, so liegt man
Teil 2: Matratzen für jeden Geschmack
Teil 3: Optimal schlafen
Matratzen für jeden Geschmack
Bei den Matratzen ist vieles Geschmackssache. Je nach Raumtemperatur im Schlafzimmer und Ansprüche an die Belüftung der Matratze entstehen unterschiedliche Bedürfnisse. Wer viel schwitzt, schätzt vielleicht die gute Belüftung von Federkernmatratzen. Doch das Metall in den Federkernmatratzen ist nicht jedermanns Sache. Eine Alternative sind neue Modelle mit Kunststofffedern.
Wer eher fröstelt, ist mit Matratzen aus Schaumstoff besser beraten. In Kaltschaummatratzen sieht Experte Schano generell das ideale Bett. Der neuartige viscoelastische Schaumstoff hingegen ist wieder reine Geschmackssache. Das Material gibt auf Körperwärme nach und man sinkt allmählich in die ideale Position. Das anschmiegsame Gefühl mag aber nicht jeder. Zum Thema Wasserbetten meint Schano nur lapidar: "Mir sind keine Vorteile bekannt."
Ein guter Lattenrost ist die optimale Ergänzung
Eine gute Matratze funktioniert jedoch immer nur im Zusammenspiel mit dem richtigen Lattenrost. Federkernmatratzen eignen sich zum Beispiel nicht für verstellbare Lattenroste. Generell müssen Federkernmatratzen nicht mit aufwändigen Lattenrosten kombiniert werden. Wer hingegen punktelastische Matratzen vorzieht, braucht für eine gute Wirkung auch einen ebensolchen Lattenrost. Punktelastisch bedeutet, dass der Körper an bestimmten Stellen gezielt einsinken kann und nicht eine ganze Latte nachgibt. "Je aufwändiger der Lattenrost, umso besser funktioniert er", erklärt Schano die Unterschiede. Bei den neuen Kunststofflattenrosten in Tellerform argumentiert er, dass diese formenstärker als Holzverleimungen seien und daher sogar länger halten würden. "Aus diesem Grund geben die meisten Hersteller auch zehn Jahre Garantie."
Futons sind problematisch
Futons, wie die japanisch inspirierten Bettenmodelle genannt werden, waren eine Zeitlang sehr modern. "Diese haben den Nachteil, dass sie mit der Zeit sehr hart werden. Man muss auch berücksichtigen, dass Japaner generell ein leichteres Körpergewicht und eine andere Statur haben", sagt VKI-Geschäftsführer Floss. Die niedrige Bettenhöhe sei außerdem nichts für ältere Leute. Ideal ist eine Höhe zwischen 45 und 55 Zentimeter. Einen Rat für alle Matratzenkäufer hat Floss noch parat: "Kaufen Sie nicht bei Werbefahrten. Sie kaufen meist teuer und schlechte Qualität."
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