Tipps zum Bettenkauf

Autorin: MMag. Susanne Kapeller

Aktualisiert am: 07.08.2008

Wie man sich bettet, so liegt man

Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Nur eine gute Matratze in Kombination mit dem richtigen Lattenrost sorgt für erholsamen Schlaf. Damit Sie in Zukunft nicht falsch liegen, informieren wir Sie über wichtige Aspekte beim Bettenkauf.

Wie wichtig ein gutes Bett ist, wird oft vergessen. Die meisten Leute legen großen Wert auf ergonomische Arbeitsplätze. Aber nach getaner Arbeit legen sie sich auf ausgeleierten Matratzen oder dem Billigangebot aus dem Diskonter zur Ruhe. Und wundern sich, wenn sie am Morgen mit Rückenschmerzen und alles andere als erholt aufstehen. Denn ein schlechtes Bett stört den Schlaf und die Erholung.

Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse

"Ein gutes Bett muss sich dem Körper anpassen. Es darf keine Druckstellen am Körper geben", bringt es Herbert Schano, Experte für ergonomisches Liegen auf den Punkt. Ein Einheitsbett gebe es nicht, denn alle Menschen seien verschieden und hätten unterschiedliche Bedürfnisse. Jedes Bett muss individuell auf den Einzelnen abgestimmt werden. Auch bei Doppelbetten wird daher zu zwei getrennten Matratzen und Lattenrosten geraten. Ein gutes Bett sollte man sich möglichst früh zulegen und nicht erst auf Rückenschmerzen warten. Denn wer bereits unter Schmerzen leidet, hat sich diese schon durch jahrelanges Falschliegen angeeignet.

Riesige Auswahl an Matratzen

Beim Bettenkauf sind viele Menschen ratlos. Denn das Angebot ist schier unüberschaubar. Kaltschaum? Federkern? Oder doch lieber Latex? Die Entscheidung für eine bestimmte Matratze ist schwierig. Beim Thema Lattenrost ist es nicht anders. Aufgrund vieler Anfragen hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) den Ratgeber "Bettenkauf" daher neu aufgelegt. Das Buch erklärt unterschiedliche Matratzen, ihre Vor- und Nachteile und mit welchen Lattenrosten diese am besten zu kombinieren sind. Bettgestelle, Decken und Pölster werden ebenso beschrieben wie die häufigsten Gütesiegel.

Die wichtigsten Punkte und überraschenden Fakten aus dem Ratgeber haben wir für Sie in aller Kürze zusammengefasst:

Eine gute Matratze passt sich an

Lange Zeit galten harte Betten als das Nonplusultra. "Harte Betten sind jedoch nicht körpergerecht", so Franz Floss, Geschäftsführer des VKI. Harte Matratzen können im Schulter- und Hüftbereich nicht nachgeben. Aber auch zu weiche Matratzen sind nicht gut, weil die Wirbelsäule dann durchhängt. Die optimale Matratze finden Sie nur durch Probeliegen und das gut geschulte Auge des Verkäufers. In Rückenlage unterstützt eine gute Matratze – in Kombination mit dem richtigen Lattenrost – die natürliche S-Form der Wirbelsäule. Und in Seitenlage muss die Matratze im Bereich von Schulter und Becken so weit nachgeben, dass die Wirbelsäule gerade liegt.


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