Digitaler Lesespaß – E-Reader im Vergleich

Sie sind leicht und robust, passen in jede Handtasche und verfügen über nahezu unbegrenzten Speicherplatz. Es gibt einige gute Gründe, die für einen E-Reader sprechen. Trotzdem sträuben sich viele Leseratten immer noch gegen die technischen Geräte und bleiben lieber beim klassischen Buch. Das Gefühl der papierenen Seiten in der Hand kann der E-Reader freilich nicht ersetzen. Wir verraten, warum sich die Anschaffung trotzdem lohnt und worauf man bei der Auswahl des richtigen Geräts achten sollte.

Das elektronische Buch

Als E-Reader (oder auch E-Book-Reader) bezeichnet man alle tragbaren Geräte, mit denen sich elektronisch gespeicherte Buchinhalte (die sogenannten E-Books) lesen lassen. Genau genommen gehören also auch Smartphones und Tablets dazu. Im Folgenden soll es jedoch um spezielle Geräte gehen, die elektronisches Papier zur Anzeige verwenden und somit besonders leserfreundlich sind. Die Geschichte der E-Reader begann schon 1990 in Japan, bis zum wirklichen Durchbruch der Technologie sollte es jedoch noch einige Jahre dauern. Im November 2007 veröffentlichte Amazon in den USA mit dem Kindle den wohl bis heute bekanntesten dezidierten E-Reader.

Die ganze Bibliothek immer dabei

Einer der größten Vorteile von E-Readern ist wohl der Speicherplatz, über den die Geräte verfügen. Tausende von Büchern kann man so immer dabeihaben, viel mehr, als in den meisten Wohnzimmerregalen Platz haben. Damit fällt die Entscheidung, welches Buch für den Weg zur Arbeit oder für den Urlaub eingepackt wird, weg. Und auch Platz- und Gewichtsprobleme im Koffer gehörten der Vergangenheit an, denn E-Reader sind klein, flach und leicht. Damit eignen sie sich also besonders für Vielleser, die häufig unterwegs sind.

Aber auch zu Hause im Schlafzimmer hat ein E-Reader einige Pluspunkte zu bieten. Dank integrierter Beleuchtung muss sich niemand mehr von zu hellem Licht gestört fühlen. Wer etwas nachschlagen möchte, muss nicht erst aufstehen und das Lexikon holen, sondern kann dies direkt auf dem E-Reader tun. Für Markierungen und Notizen braucht es weder Stift noch Papier. Beides kann man bequem direkt auf dem Gerät machen.

Da die meisten Geräte über eine WLAN-Funktion verfügen und man so direkt E-Books kaufen und herunterladen kann, ist außerdem immer für Nachschub an Lesestoff gesorgt.

Ein weiterer Vorteil: Schriftart und -größe lassen sich individuell anpassen, sodass auch eine Sehschwäche dem Lesevergnügen nicht im Wege steht.

Kein Papierrascheln, keine Angst vor Wasser

Vielen Buchliebhabern fehlt bei E-Readern trotz der genannten Vorzüge die spezielle Haptik, das Rascheln von Papier, der Geruch von Buchseiten und Druckerschwärze. Wer sich deshalb bisher nicht mit der Technik anfreunden konnte, den überzeugen vielleicht einige der individuellen Features, mit denen die Geräte mittlerweile aufwarten. Wer sich für einen E-Reader entscheidet, entscheidet sich damit nicht automatisch gegen das gedruckte Buch. Je nach Situation lassen sich aber die Vorteile des jeweiligen Mediums optimal nutzen.

Fast alle E-Reader verfügen über ein E-Ink-Display. Für das Auge ist das so angenehm zu lesen wie auf richtigem Papier, das Display spiegelt nicht und selbst grelles Sonnenlicht ist kein Störfaktor für den Lesespaß.

Die Akku-Laufzeit unterscheidet sich zwar von Gerät zu Gerät, ist aber in jedem Fall so hoch, dass viele unbeschwerte Lesestunden garantiert sind. 5000-mal umblättern garantieren so gut wie alle Geräte, bevor man sich wieder auf die Suche nach einer Steckdose machen muss.

Auch beim Speicherplatz kann man bedenkenlos zugreifen. Zwischen 2 und 8 GB stehen auf dem Gerät durchschnittlich zur Verfügung, zusätzlich gibt es die Möglichkeit einer Erweiterung mittels SD-Karte oder der Nutzung eines Cloud-Speichers.

Ein wichtiges Entscheidungskriterium sind hingegen die Formate, mit denen die E-Reader kompatibel sind. Während zum Beispiel fast alle anderen Geräte hauptsächlich mit Texten im offenen Format EPUB funktionieren, gilt das für Amazons Kindle nicht. Dieser verwendet ein hauseigenes Dateiformat, mit dem man an Käufe im Online-Versandhaus gebunden wird.

Auch für Bibliotheksbesucher, die lieber Bücher ausleihen als kaufen, könnte ein E-Reader eine Überlegung wert sein, denn viele Bibliotheken bieten mit der sogenannten Onleihe die Möglichkeit, auch E-Books auszuborgen.

Herausstechend im Vergleich zum herkömmlichen Buch sind außerdem wasserdichte E-Reader. Wem schon einmal das Buch beim Entspannen in der Badewanne aus der Hand gerutscht ist, für den könnten E-Reader, die ein kurzes Bad in bis zu zwei Metern Tiefe überstehen, eine Überlegung wert sein. Ob am Seeufer oder am Strand – weder Spritzwasser aus dem Pool noch Regen können mit diesen Geräten dem Lesegenuss etwas anhaben.

Eine Frage des Geschmacks

Zwar sind die Basisfunktionen bei fast allen Geräten gleich oder ähnlich – was Haptik, Design und Zusatzfeatures betrifft, gibt es aber doch erhebliche Unterschiede. Es empfiehlt sich also, vor dem Kauf das gewünschte Gerät auch einmal aus der Nähe zu betrachten und es in die Hand zu nehmen. Während es für einige zu den Vorteilen der E-Reader gehört, dass man sie in Bus und Bahn problemlos in einer Hand halten kann, möchten andere nicht darauf verzichten, den Lesestoff in beiden Händen zu halten. In diesem Fall empfiehlt es sich, eine passende Hülle für das Gerät anzuschaffen. Dabei ist die Auswahl groß und mit Sicherheit für jeden Geschmack das Passende zu finden.

Bibliophile, Leseratten und Technikliebhaber, die jetzt neugierig geworden sind und sich auf die Suche nach dem passenden Gerät für die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen machen möchten, finden hier eine umfangreiche Übersicht über die gängigen Modelle auf dem Markt.