Elektromobilität – die Zukunft des nachhaltigen Autofahrens?

Elektromobilität ist in aller Munde. Sie soll die Zukunft des Verkehrs auf unseren Straßen sein, umweltfreundlich und ressourcenschonend und zudem auch noch sparsam in finanzieller Hinsicht. Nahezu alle Autohersteller haben bereits E-Fahrzeuge im Angebot, an der Weiterentwicklung der Technologien wird ständig gearbeitet. Die Karosserie soll leichter, die Batteriedichte höher werden. Doch welche Fahrzeuge zählen überhaupt zu den Elektroautos und wie steht es um die Vor- und Nachteile?

Zu den Elektroautos zählen rein batteriebetriebene Fahrzeuge ebenso wie sogenannte Plug-in-Hybride, die mit einem Elektro- und einem Verbrennungsmotor ausgestattet sind. Auch Autos mit Brennstoffzellen gehören dazu. Mit dem getankten Wasserstoff wird in der Zelle durch schadstofffreie Verbrennung Strom erzeugt. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie, im Gegensatz zu alternativen Kraftstoffen wie Bioethanol, Erdgas oder Flüssiggas, auf neue Antriebstechnologien setzen und es somit ermöglichen, lokal emissionsfrei unterwegs zu sein.

Wer mit Strom fährt, spart außerdem einiges an Wartungskosten, denn bei einem Elektroauto ist weder ein Ölwechsel noch ein Austausch von Auspuffanlage oder Kupplung nötig. Zudem fällt der Bremsverschleiß deutlich geringer aus als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Dadurch, so Experten, gleichen sich auch die derzeit noch recht hohen Anschaffungskosten, bedingt durch die aufwendige Produktion der Lithium-Ionen-Batterien, aus. In den kommenden Jahren sollen diese jedoch noch deutlich sinken.

Reduzierung beziehungsweise Wegfall der NoVA und der motorbezogenen Versicherungssteuer in Österreich sollen ein weiterer Anreiz für den Umstieg auf Elektromobilität sein. Zusätzlich gibt es zahlreiche weitere Förderungsmöglichkeiten beim Kauf eines E-Autos. Eine Übersicht gibt es zum Beispiel unter klimaaktiv.at.

Eine Frage der Reichweite

Skeptisch sind viele immer noch hinsichtlich der Reichweite, die ein Elektrofahrzeug dem Fahrer mit einer Ladung zur Verfügung stellt. Ein VCÖ-Bericht aus dem Jahr 2016 gibt allerdings an, dass die Österreicher im Durchschnitt 34 Kilometer am Tag zurücklegen – eine Distanz, die alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Elektroautos spielend bewältigen.

Das Netz aus öffentlichen Ladestationen, an denen das E-Auto unterwegs mit frischer Energie versorgt werden kann, wird zudem stetig weiter ausgebaut. Auch der Ausbau eines europaweiten Schnellladenetzes ist derzeit in vollem Gange. Unter dem Namen IONITY arbeiten mehrere Automobilkonzerne zusammen, um entlang der Autobahnen in Österreich, Deutschland und Norwegen besonders schnelles und effizientes Aufladen zu ermöglichen. 400 solcher Schnellladestationen sollen bis 2020 entstehen.

Zu Hause lassen sich Elektroautos mithilfe einer sogenannten Wallbox aufladen. Aber auch eine herkömmliche Haushaltssteckdose reicht aus, um das Fahrzeug über Nacht wieder vollzutanken. Wer besonders viel Wert auf den Umweltaspekt von Elektroautos legt, sollte jedoch auch bedenken, woher der Strom eigentlich kommt, mit dem das Auto aufgeladen wird. Stammt die Energie aus Wind- oder Wasserkraftwerken oder gar der eigenen Photovoltaik-Anlage, ist die Fahrt mit dem E-Auto gleich noch umweltfreundlicher und nachhaltiger.

37.500 E-Fahrzeuge auf Österreichs Straßen

Dass es sich bei der Elektromobilität um ein vielversprechendes und zukunftsweisendes Konzept handelt, zeigen auch einige Zahlen aus Österreich. Waren es 2012 noch 9.500, so befanden sich laut Statistik Austria im August 2017 bereits 37.500 Elektroautos und Plug-in-Hybride auf Österreichs Straßen. Europaweit waren es im vergangenen Jahr rund 853.000 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Experten prophezeien bis 2025 einen weiteren rasanten Anstieg. Der globale Marktanteil von Verbrennungsmotoren soll dann nur noch bei circa 50 Prozent liegen.