Insektenschutz - Mücke

Insektenschutz - was tun gegen Gelsen, Wespen & Co

Der Sommer bringt nicht nur Wärme, sondern auch lästige Insekten mit sich;  Gelsen, Wespen, Zecken und Co. sind in Österreich weit verbreitet und nicht gerne gesehen. Doch haben Sie gewusst, dass schon die richtigen Pflanzen im Garten Erleichterung oder sogar Abhilfe gegen die Insektenplage schaffen können?

Insektenschutz

Insekten sind nicht nur lästig, sondern für Allergiker gefährlich! Zudem können sie auch Krankheiten übertragen. Durch verschiedene Maßnahmen kann das Risiko von Insektenstichen jedoch um bis zu 90% reduziert werden.

In Österreich gibt es vorwiegend Wespen, Bienen, Gelsen und Zecken, vor denen man sich schützen sollte. Die Tiere werden durch die Milch- und Fettsäuren im Schweiß sowie durch den Geruch unserer Atmung angelockt.

Gegen den insektenanlockenden Geruch des Schweißes gibt es sogenannte "Repellents" in Form von Sprays oder Cremen, die die Plagegeister von der Haut fernhalten sollen. In den Mitteln sind unterschiedliche Wirkstoffe enthalten, die den Geruch des Menschen verändern und so Insekten abweisen.

Unter Insektenschutz versteht man aber auch mechanischen Schutz (z.B. Fliegengitter, Moskitonetz,..). Außerdem schützt Kleidung vor Stichen, sofern sie den ganzen Körper bedeckt und nicht anliegend ist. Auch spezifische Gerüche oder die richtigen Pflanzen im Garten können Erleichterung verschaffen.

Entspannt im Freien

Damit Insekten den entspannten Aufenthalt im Freien nicht trüben, gibt es einige Tipps und Tricks für Balkon, Terrasse und Garten. Prinzipiell unterscheidet man zwischen chemischen und natürlichen Hilfsmitteln, um die lästigen Tierchen fern zu halten.

Natürliche Hausmittel

1.    Eine Handvoll Salbeiblätter zerrieben und zerdrückt in einer feuerfesten Schale anzünden, bis sie glimmen: Die Salbeiblätter verströmen dabei einen intensiven Geruch, der für Menschen angenehm, für die kleinen Plagegeister jedoch abstoßend ist.      

2.    Es gibt auch einige Pflanzen, mit denen sich zumindest Mücken vertreiben lassen. Pelargonien, Duftgeranien, Tomatenpflanzen, Lavendel, Basilikum, Schnittlauch, Zitronenmelisse und Katzenminze sind Pflanzen, die Mücken fernhalten.

3.    Wespenalarm? Gemahlener, kokelnder Kaffee vertreibt die lästigen Plagegeister!

4.    Ein alt bekanntes Mittel gegen Mücken: Spicken Sie eine halbe Zitrone mit getrockneten Gewürznelken. Verteilen Sie mehrere dieser Zitronenhälften in der Nähe des Gartentisches. (Wirkt auch sehr gut im Haus!)

5.     Möchten Sie abends noch einmal das Fenster zum Durchlüften öffnen, dann sollten Sie auf das Fensterbrett eine mit Apfelessig, Lorbeeröl, Zitronenessenz oder Lavendelessenz gefüllte Schale stellen. Mücken, die durch das Fenster in Ihre Wohnung gelangen möchten, werden schnell kehrtmachen.

Was noch hilft

Räucherspiralen oder Duftkerzen können Mücken vertreiben, jedoch sind sie meist extrem geruchsintensiv. Stellen Sie die 'Dufter' daher in einiger Entfernung auf, sonst verjagen Sie nicht nur Insekten, sondern auch Ihre Gäste. 

Sogenannte „chemische Bomben“, die versprechen, regelrechte Schutzschilder aufzubauen, sind sowohl für die Tierwelt als auch für Menschen schädlich und sollten tunlichst vermieden werden. Greifen Sie, wenn die Plage unerträglich wird, lieber zu Moskitozelten, die sich bequem über Gartenmöbeln installieren lassen.

Fliegengitter, Gelsenstecker und Co

Gelsen sind schon im Freien eine Belastung, darum sollte man sie gar nicht erst in die Wohnung lassen. Eine Vielzahl an Bauvorrichtungen und mechanischen Hilfsmitteln wurde schon gegen die Biester entwickelt.

Das Moskitonetz ist am bekanntesten und schützt sowohl Betten als auch andere Möbel vor jeder Art von Insekten.

Fliegengitter: Am effektivsten sind wohl Schutzvorrichtungen an Terrassentüren und Fenstern. Hauchdünne Netze werden in Rahmen an Türen und Fenster montiert, ohne dass diese die Sicht einschränken. Maßgeschneidert können diese Fliegengitter zwar recht teuer sein, die Investition lohnt sich aber!

Tipp: Dichte Netzvorhänge - unten mit Blei beschwert, damit der Wind sie nicht verweht - sind eine preiswerte Alternative.

Auch der klassische Gelsenstecker kommt in vielen Innenräumen zum Einsatz. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Varianten: Entweder der Stecker produziert einen Piepton, der die Mücken vertreiben soll, oder es verdampft eine für die Insekten giftige Flüssigkeit.

Dieser Wirkstoff ist allerdings auch für Menschen nicht ganz unbedenklich: bei empfindlichen Personen und Kindern können diese Stecker Kopfschmerzen oder Schwindel verursachen sowie die Atemwege reizen.

Hautschutz

Für die Haut gibt es unterschiedliche Cremen, Sprays oder Öle, die vor Stichen schützen sollen. Die klassischen chemischen Hautmittel, wie Autan, Anti-Brumm oder Nobite, beinhalten den Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid).

Nachteil ist, dass DEET die Haut reizen kann. Schwangeren sowie stillenden Frauen und Kindern wird generell vom Auftragen des Wirkstoffes direkt auf die nackte Haut abgeraten. Aber man muss ja nicht die Haut direkt, man kann ja auch nur die Kleidung einsprühen.

Ihre Haut direkt und natürlich schützen können Sie, wenn Sie ätherische Öle wie z.B. Zitronenöl, Eukalyptusöl, Zimtöl, Minzöl, Lavendelöl oder Anisöl Ihrer Körperlotion beimischen und auf die Haut auftragen. Tragen Sie die ätherischen Öle aber niemals pur auf - das würde zu Hautreizungen führen!

Mögliche Folgen eines Stichs

Wenn man von einer Gelse, Wespe oder Biene gestochen wird, bildet sich normalerweise eine rote Quaddel um die Einstichstelle, die juckt bzw. brennt. Nach ein paar Stunden sollte diese wieder vergehen und der Schmerz nachlassen. Ist man aber allergisch gegen Insektengift, kann ein Stich schwere Folgen nach sich ziehen.

Bei allergischen Personen kommt es dann zu starken Schwellungen, Atemnot und Hautrötungen. Die Symptome setzen meist schon Sekunden nach dem Stich ein, und es muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Im schlimmsten Fall kann es zu einem anaphylaktischen Schock kommen: die Handflächen und Fußsohlen beginnen zu brennen und zu jucken, heftige Atembeschwerden setzen ein, Hitzewallungen und Schwächegefühl folgen.

Nun muss man sofort mit Medikamenten, wie Antihistaminika, Cortison oder Adrenalin eingreifen, um Schlimmeres abzuwenden. Allergiker wissen meist um ihr Risiko und sollten entsprechende Medikamente immer mit sich führen.

Brutstätte Regentonne

Stehende Gewässer im Garten oder auf der Terrasse sind für Insekten der ideale Brutplatz. Leeren Sie gefüllte Gießkannen, Vogeltränken, Planschbecken oder Regentonnen also regelmäßig aus, um die Larven zu entsorgen.

Sollten Sie einen Teich im Garten haben, helfen Fische die Insektenlarven loszuwerden. Im Notfall gibt es auch Tabletten oder Flüssigkeiten mit dem Wirkstoff BTI (Bacillus thuringiensis israelensis). Diese kann man in Wassertonnen oder anderen Wasserbehältern im Freien auflösen um die Larven zu vernichten. Das Wasser kann man dennoch bedenkenlos zum Gießen verwenden.

Fernreisen

Vor Fernreisen muss man sich genau informieren, welche Insekten und Krankheiten im Urlaubsland verbreitet sind. Viele Insekten übertragen schwere Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber oder die Schlafkrankheit.

Informieren Sie sich daher rechtzeitig über mögliche Impfungen oder andere Prophylaxen. Doch nicht gegen alle Krankheiten kann man medizinisch vorbeugen!

Achten Sie daher gerade bei Fernreisen und Abstechern in den Dschungel auf gute, schützende Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen, festes Schuhwerk, Kopfbedeckung) und schützen Sie die restlichen freien Hautstellen mit dem Mittel Ihrer Wahl!


Weiterführende Links:

Apothekenumschau - was vertreibt Mücken wirklich?
Initiative Insektengift Allergie
Wespenstich - was tun?
Reisen mit Kindern