Künstliche Intelligenz in einem Kissen – Der Schlaf der Zukunft?

Nicht viel ist so ausschlaggebend für unsere psychische und physische Gesundheit wie eine gute Nachtruhe. Immerhin verbringen wir rund ein Drittel unseres Lebens damit, zu schlafen – Kommt uns oft gar nicht so vor, oder? Dabei gibt es Personen, die ohne ihre acht Stunden Schlaf pro Tag überhaupt nicht auskommen können.

Andere wiederum brauchen nicht mehr als vier bis fünf Stunden zu schlafen, um startklar zu sein. Wichtig ist es, auf das persönliche Schlafbedürfnis Rücksicht zu nehmen und sich diesem anzupassen. Allgemein gilt, dass das erste Drittel des Schlafes das erholsamste ist – man befindet sich hier in der Tiefschlafphase. Danach schläft man in der Regel etwas unruhiger und leichter. 

Was ist dran an den Schlafmythen?

Nachteulen aufgepasst: Die Behauptung, nur der Schlaf vor Mitternacht sei wirklich wertvoll, stimmt nicht. Tiefschlafphasen erlebt man ab dem Zeitpunkt des Einschlafens, wann auch immer dieser eintritt. Trotzdem ist der Schlaf in der Nacht derjenige, der erholt. Tagsüber ist der Organismus nämlich auf Aktivität und Leistung eingestellt. 

Dass man vor dem Schlafen nicht mehr essen sollte, ist allerdings wahr. Die letzte Mahlzeit sollte mindestens zwei Stunden zurückliegen. Im Schlaf verdaut der Magen das Essen nur schlecht und vor allem von fettigen, scharfen und stark gewürzten Speisen sollte man die Hände lassen.

Auch Rohkost, Hülsenfrüchte und andere schwer verdauliche Mahlzeiten sollte man spätabends lieber nicht mehr zu sich nehmen, damit einer angenehmen Nachtruhe nichts im Weg steht. Sonst kann es über kurz oder lang zu Schlafstörungen kommen. Fernsehen sollte man vor dem zu Bett gehen ebenfalls vermeiden – besser ist es, Sport zu treiben, zu lesen oder Musik spielen. 

Schlafstörungen

Allein in Österreich leidet durchschnittlich jede vierte Person unter Schlafstörungen. Ursachen und Arten von Schlafproblemen gibt es viele. Oft ist die Rede von zu viel, zu wenig, unregelmäßigem oder zeitlich unpassendem Schlaf. Der Körper reagiert auf ein Schlafdefizit sehr sensibel, allerdings merkt man das oft erst nach einiger Zeit. Symptome wie Bluthochdruck, sinkende Leistungsfähigkeit, großer Appetit oder Hypersensibilität können die Folgen sein. 

Die Folgen von zu viel Schlaf können ein erhöhtes Diabetesrisiko, Depressionen oder Herzerkrankungen sein. Dass das Beste auf der Welt so schwer zu meistern ist, glaubt man kaum! 

The Smart Pillow – Besser schlafen mit einem Roboter?

Holländische Studierende der Universität Delft fanden Zusammenhänge zwischen dem Schlaf, der eigenen Atembewegung und dem persönlichen Befinden. Daraus resultierte ein Roboter, getarnt als Kissen in Erdnussform.

Dieser nennt sich „Somnox“ und hat die Fähigkeit, den persönlichen Schlafrhythmus aufzuzeichnen und somit eine individuelle Schlafbehandlung zu generieren, indem er exakt die Atembewegung nachahmt, die dich in die Tiefschlafphase versetzt. Ein atmendes Kissen also, wenn man so will. Umarmt man das Kissen in der Löffelchen-Position, übernimmt der Körper den Atemrhythmus automatisch und entspannt sich. 

Mit Somnox soll man besser schlafen und sich besser erholen können. Außerdem gibt es noch zwei weitere Features, die beim Schlafen helfen können. Zum einen sind im Kissen Bluetooth Lautsprecher für Musik oder Hörbücher eingebaut.

Zum anderen ist im Somnox eine Lampe integriert, welche am Morgen Sonnenlicht simuliert und dich damit aufweckt. Na, wenn das kein Wunderding ist! Derzeit befindet sich das mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Kissen leider noch in der Prototyp- und Entwicklungsphase. Kleiner Tipp: Auf der Website von Somnox kann man sich als Testnutzer anmelden!