Mein Mitbewohner, der Roboter

Für all jene, die sich mit Arbeiten im Haushalt schwertun oder die schlicht keine Zeit dafür finden, gibt es heute eine ganze Reihe ausgeklügelter Roboter. Die Modelle reichen von erschwinglichen Helferlein für simple Reinigungsaufgaben bis hin zu skurrilen Blechbüchsen, die Ihre Gäste empfangen und die Cocktails servieren.

Hilfreiche Roboter für den Haushalt

Der ein oder andere Haushaltsroboter ist Ihnen vielleicht schon einmal über den Weg gelaufen. Diese eher unauffälligen Gesellen sehen wie kleine UFOs aus. Sie saugen für Sie den Fußboden, reinigen Parkettböden und putzen Ihnen sogar die Fenster.

Die ersten Modelle hatten noch einige Kinderkrankheiten. Sie fuhren sich in Zimmerecken fest oder stießen Ihre wertvollen Stehlampen um. Inzwischen ist die Technik so weit fortgeschritten, dass die Roboter per Smartphone bedient werden können und stetig dazulernen. Einfache Modelle wie der Dirt Devil M607 Spider Saugroboter sind ab 89 EUR zu haben. Kombinierte Modelle, die mehrere Aufgaben ausführen können, gibt es um 379 EUR.  

Ihr elektronischer Gärtner

Nicht jeder träumt davon, sein Wochenende auf dem Rasenmäher zu verbringen. Auch hier schafft die Robotik Abhilfe. Robomow mäht für Sie millimetergenau den Rasen, sodass Sie sich den gehobeneren Gartenaufgaben widmen können, wie dem Gespräch mit Ihren Blumen oder mit den Kindern durch den Rasensprenger zu toben. Auch für die lästige Aufgabe der Regenrinnenreinigung steht mit dem iRobot Looj 330 eine Lösung bereit. Er erfordert noch etwas Mithilfe, doch erleichtert die Arbeit ungemein. 

Skurrile Roboter für jeden Anlass

Nanda Clocky sagt Langschläfern den Kampf an. Der Roboter ist im Prinzip ein fahrender Wecker. Er gibt Ihnen nur einmal die Chance, den Snooze Button zu drücken, bevor er wegfährt und so lange klingelt, bis Sie ihn wieder eingefangen haben. 

Nicht zu verachten ist auch der Litter-Robot. Dieses kugelige Kerlchen sorgt für eine bessere Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Katze, indem er die Reinigung des Katzenklos übernimmt. Seine Fundstücke verpackt er in einen Beutel, den Sie anschließend nur noch entsorgen müssen. 

Weitere Roboter öffnen für Sie die Haustür und begrüßen die Gäste mit schwenkenden Armen, sie servieren auf einem Tablett die Cocktails oder spenden Ihnen abends im Sessel Licht zum Lesen. 

Ein Zukunftsausblick

Bei der Branchenmesse CES in Las Vegas im Januar 2016 präsentierten die Hersteller ihre neuesten Fortschritte. Besonders viel Aufsehen erregte der 1,20 Meter große „Pepper“. Dieser niedlich dreinschauende Gesell steckt bis oben hin voller Hightech. Das Besondere daran: Pepper ist ein humanoider Roboter, der als persönlicher Gefährte konzipiert ist.

Er erinnert optisch ein wenig an eine Zeichentrickfigur, macht ein freundliches „Gesicht“ und verfügt über zwei Hände mit jeweils fünf Fingern. Der Roboter erkennt nicht nur Personen wieder, sondern er kann sogar durch die Analyse von Mimik, Gestik, Wortwahl und Lautstärke emotionale Grundstimmungen erfassen und darauf reagieren.

Pepper unterhält sich mit Ihnen, schlägt Ihnen Rezepte vor und wird künftig durch neue Applikationen noch viele weitere Funktionen bieten. Vorerst gibt es ihn allerdings noch nicht für Privatkunden im Handel. 

Ein weiterer interessanter Trend sind individualisierbare Roboter. Das Modell „CellRobot“ besteht z. B. aus einzelnen Kugeln, die sich in beliebigen Formationen zusammenstecken lassen. Sie können sich in jede Richtung bewegen und sind per Smartphone steuerbar. Ihrer Fantasie sind bei der Zusammenstellung Ihres CellRobots fast keine Grenzen gesetzt. 

Fazit

Es tut sich einiges auf dem Feld der Robotik. Für private Nutzer gibt es bereits eine Vielzahl praktischer Helfer, die ihnen das Leben erleichtern. Die Technik wird immer erschwinglicher, sodass wir im Alltag voraussichtlich immer häufiger auf Roboter treffen werden. Wir wünschen ein angenehmes Miteinander. 

 

Quellen:

The Robot Report

My Robot Center