Sonnige Mode – T-Shirts mit Power

Kein leichtes Thema

Mode regiert die Welt, könnte man meinen, wenn man es sich am Sonntag mal wieder mit einem High-Fashion-Glanzmagazin am Sofa gemütlich macht. Man ist nie schnell genug im Trend gekleidet und am besten hebt man jedes Kleidungsstück auf, da sowieso alles irgendwann wieder ein Revival feiert. 40 bis 70 Kleidungsstücke werden in Deutschland durchschnittlich pro Kopf gekauft – im Jahr.

Man teilt sich hier mit den USA und der Schweiz Platz eins an der Weltspitze, was den Konsum von Kleidung betrifft. Dabei wird vor allem preisgünstige Kleidung gekauft, die nach einer Saison oftmals wieder im Müll landet. Etliche Blogger im Mode- und Fashionbereich propagieren dieses Verhalten, indem sie selbst es bereits jungen Teenagern vorleben. Diese können von den zahlreichen „Hauls“ gar nicht mehr genug bekommen und sehen gespannt dabei zu, wie Unmengen an T-Shirts, Röcken, Jeans und Accessoires aus riesigen Einkaufssäcken hervorgezaubert werden. 

Es geht auch anders

Als Gegenbewegung zum maßlosen Konsumverhalten ist seit ein paar Jahren der Trend zu nachhaltiger Kleidung, die fair produziert wird, zu beobachten. Das liegt vor allem auch an den Skandalen diverser Modegiganten – darunter Zara, Primark oder H&M –, deren Arbeiter oft unter lebensbedrohlichen Bedingungen arbeiten müssen.

Vor allem junge Unternehmen achten auf Fair Trade, Bio und Nachhaltigkeit bei der Erzeugung von Kleidungsstücken. Dass das auch seinen Preis hat, ist klar. Nachhaltige Kleidung kostet wesentlich mehr, hält dafür aber auch länger und vor allem Basics sind zeitlos und kommen nicht so schnell aus der Mode. Man kann also auch in kleinen Schritten seinen Kleiderschrank aufwerten und damit einen wesentlichen Beitrag zur Umwelt leisten. 

Mode mit Mehrwert

Kleidung dient heutzutage nicht mehr nur zur Bedeckung des Körpers. Ob Sportswear, Outdoor-Allwetter-Kleidung oder wasserabweisende Materialien – die Möglichkeiten sind endlos. Mode muss immer mehr können und so funktional wie möglich sein. Dafür ist man dann auch bereit, ein paar Euro mehr über den Ladentisch wandern zu lassen. Auch Onlinestores wissen über Nachfrage nach Mode mit gewissem Mehrwert. Hier findet man häufiger das gesuchte Stück, das den Wünschen entspricht. 

Sonnige Aussichten mit Solarpower

Akku leer, kein Ladegerät dabei: Zugegeben, die Situation kommt in unserem mobilen Alltag nicht mehr allzu oft vor, aber es passiert halt doch und meist in Momenten, in denen man dringend auf sein Smartphone angewiesen ist – was quasi eh immer der Fall ist. Deshalb kam Pauline van Dongen, eine junge Designerin aus den Niederlanden, auf die Idee der T-Shirts mit Solarzellen. Mit diesen soll Solarenergie in einem Akku gespeichert und dann über einen USB-Anschluss weitergeleitet werden.

Die Zellen sind flexibel und waschbar; das T-Shirt sieht zudem super trendy aus und auf den ersten Blick würde man nicht vermuten, dass das silberne Muster im Webstoff eigentlich Solarzellen sind. Die 120 eingearbeiteten Zellen erzeugen bis zu einem Watt Strom. Damit kann man sein Handy, aber auch Tablets oder MP3-Player vollständig aufladen, sofern ausreichend helles Sonnenlicht vorhanden ist. Durch die Erfindung hat die IT-Designerin Technologie tragbar und Mode nachhaltig gemacht.