Trachtenmode

Aktualisiert am: 20.02.2012

Das Dirndl liegt wieder im Trend

Tradition ist wieder in. Ob es damit zusammenhängt, dass alte Werte wieder en vogue sind  – auf jeden Fall ist es wieder schick, sich zu den Wurzeln zu bekennen. Am schönsten gelingt dies mit der entsprechenden Kleidung.

Autorin: Elisabeth Freundlinger

Anno dazumal …

Die Alltagskleidung der Bauern musste vor allem eines sein: praktisch. Feste Materialen, bequemer Schnitt und fertig. Für die Festtage peppte man diese Kleider ein wenig auf. Sommerfrischler fanden Gefallen an den farbenfrohen Gewändern und brachten die Tracht als Modegag in die Städte. Nach dem zweiten Weltkrieg waren Dirndlkleider und Lederhosen vor allem in der Kinderkleidung ein Muss – als Vorläufer, quasi, der strapazierfähigen Jeans.

Tracht ist wieder in

Mit dem Höhenflug des Münchner Oktoberfests vom Dorfereignis zum größten Volksfest der Welt wuchs auch die Bedeutung der Trachtenmode. Promis zeigen Jahr für Jahr vor, wie sexy das Tragen eines Dirndls oder einer Lederhose macht – und da will auch der "Normalbürger" nicht hinten anstehen. So wurde inzwischen aus einem Trend ein Boom. Tracht ist wieder in.

(c) Tostmann

 

Das Dirndl

Eine "Dirn" ist ein junges Mädchen – ein Dirndl ihr Kleid. Und auch wenn es viele regionale Besonderheiten gibt (hier muss man zwischen der klassischen Tracht und der Trachtenmode unterscheiden – erstere ist an spezielle Merkmale gebunden, zweitere erlaubt beinahe alles), sieht ein Dirndl normalerweise so aus:

  • Der Stoff ist aus Leinen, Baumwolle oder Seide.
  • Die Länge reicht von knielang bis bodenlang (etwa bei Festtagsdirndln).
  • Der Rock ist hoch angesetzt.
  • Der Ausschnitt ist tief – unter dem Dirndl wird meist eine weiße Dirndlbluse mit Puffärmeln getragen. Das Dekolletee ist beim Dirndl ein Blickfang. Ein gut stützender BH sowie eine hübsche Kette oder – ganz original – ein Kropfband gehören unbedingt dazu.
  • Und das Nonplusultra ist die Schürze, die ein Dirndl erst zum Dirndl macht. Man kann sie in einer Kontrastfarbe tragen oder Ton in Ton, gestreift, kariert, geblümt ...
  • In der regionalen Tracht spielt auch die Kopfbedeckung eine große Rolle. Auffällig sind zum Beispiel die kunstvollen Gebilde, die die Montafonerinnen auf dem Kopf tragen oder auch die berühmten Wachauer Goldhauben.
(c) Sportalm

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