Wanderreiten

Wanderreiterinnen an der Lafnitz

Autorin: Mag. Petra Stix

Aktualisiert am: 19.10.2009

Der Reiz der pannonischen Weite

Auf rund 1.000 Kilometern Wanderreitwegen lässt sich die pannonische Weite des Burgenlands am besten aus der Sattelperspektive erkunden. Vom Nationalpark im Norden bis zum Naturpark im Süden, vom Weinbaugebiet Neusiedler See bis zur Weinidylle Südburgenland. Und wenn man schon mal dort ist, empfiehlt sich auch gleich ein Abstecher ins benachbarte Ungarn. Auch hier hat die Reiterei eine lange Tradition. Reiter und ihre treuen Vier-Hufer sind gern gesehene Gäste. Die weitläufige Landschaft bietet die herrlichsten Galoppstrecken. Nicht umsonst haben sich die Reitbetriebe des Burgenlands unter dem klingenden Namen Burgenland im Galopp zusammengeschlossen.

Ein Hauch von Mexiko

Einer davon ist die Hacienda del Piero in der kleinen Gemeinde Poppendorf im Südburgenland. Alex Wagner und Larissa Zudrell haben hier ein wahres Kleinod für Reitbegeisterte und Mexiko-Fans geschaffen. Mit original mexikanischen Möbeln und sehr viel Liebe zum Detail wurden die Pueblos und die Cantina für die Großstadt-Gauchos gestaltet. Mit der Hacienda als Basislager bieten Alex und Larissa unterschiedlichste Reitprogramme auf absolut zuverlässigen und trittsicheren Pferden durch die leicht hügelige Landschaft des Lafnitztals an. Wer lieber im Norden um den Neusiedler See reitet, findet auf Beate Halwax' neu eröffneter Golden View Ranch in Mörbisch sein Glück. Sie bietet geführte Ritte auf verlässlichen Leihpferden oder mit dem eigenen Pferd um den See oder auch nach Ungarn an.

Uralte Wälder und einsame Pfade

Auch die abenteuerlichen Pfade und uralten Wälder des Nationalpark Kalkalpen haben für Wanderreiter ihre Reize. Der Nationalpark Kalkalpen ist das größte noch unbesiedelte Waldgebiet Österreichs. 120 Kilometer Reitwanderwege durchziehen diese wildromantische Landschaft und laden Sattelfeste zu einem besonderen Naturabenteuer ein. Einige der insgesamt rund 40 Hütten in der Nationalpark-Region Steyrtal, Ennstal und in der Region Pyhrn-Priel haben sich auf reitende Gäste eingestellt und bieten typische Hausmannskost für den hungrigen Wanderreiter sowie Verpflegung und Unterstellmöglichkeiten für die Pferde. Für all jene, die auf den Komfort eines Sterne-Hotels nicht verzichten möchten, gibt es im Nationalpark aber auch die passende Alternative: das Gut Enghagen in Roßleithen. Hier können auch Anfänger und Kinder erste Erfahrungen hoch zu Ross sammeln.


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