Wellness-Lexikon

Autorin: Mag. Beatrix Aigner-Köfinger

Aktualisiert am: 06.12.2010

Wellnessbegriffe erklärt

Zu einem Wellnessurlaub gehören ganz klar Verwöhnbehandlungen für Seele und Körper. Oft ist aber nicht klar, was sich hinter den Bezeichnungen versteckt. Lomi Lomi Nui, Thalasso, Laconium oder Abhyanga sind es wert, kurz erklärt zu werden - zum besseren Verständnis und zur besseren Entspannung.

Akupressur und Akupunktur
Beide Methoden haben einen asiatischen Ursprung und beruhen auf der Annahme, dass die Lebensenergien im Körper auf bestimmten Bahnen (Meridianen) fließen. Gewisse Punkte stehen in Zusammenhang mit einzelnen Organen. Sind diese Stellen blockiert, äußert sich das in Stress oder Krankheiten. Bei der Akupressur werden diese Blockaden durch Pressen wieder frei gemacht. Bei der Akupunktur kommen Nadeln zum Einsatz, mit denen die Punkte gereizt und Heilprozesse in Gang gesetzt werden sollen.

Ayurveda
Hinter dem Begriff Ayurveda versteckt sich eine ganzheitliche angelegte Heilkunde, die aus Indien stammt. Der genaue Ursprung ist unbekannt, aber es wird geschätzt, dass die Lehre seit 5.000 Jahren existiert. Ayurveda bedeutet in der Übersetzung Lebensweisheit oder Lebenswissenschaft und basiert auf der Einteilung in drei Energieformen oder Gemütsarten (Doshas). In einem gesunden Körper sind Luft (Vata), Feuer (Pitta) und Wasser (Kapha) im Gleichgewicht. Erreicht wird das durch eine gesunde Ernährung und Lebensführung, aber auch mit Hilfe von Ölmassagen und Schwitzkuren. Die klassische Ayurveda-Massage, bei der der ganze Körper mit warmen Kräuterölen eingerieben wird, heißt Abhyanga. Durch Streichbewegungen wird der Körper zum Entgiften angeregt. Ebenso häufig ist der Stirnguss (Shirodhara), bei dem ein Strahl warmen Öls über die Stirn gegossen wird. Mit dem Effekt, dass das Nervensystem beruhigt wird.

Caldarium
Von der Sauna unterscheiden sich Dampfbäder durch ihre niedrigere Temperatur und höhere Luftfeuchtigkeit. Damit sind sie kreislaufschonender, wirken entspannend auf die Muskulatur und reinigen die Haut. Die römische Variante ist das Caldarium, bei dem die Luftfeuchtigkeit fast 100 Prozent beträgt und die Temperatur bei ca. 45 Grad Celsius liegt. Dieses Dampf- und Inhalationsbad eignet sich in Kombination mit ätherischen Ölen gut, um leichte Erkältungen zu lindern.

Fango
Bei Fango handelt es sich um geruchlosen Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs, der nach alter Tradition im Euganeischen Becken (Italien) gereift ist - Sonnenlicht, Luft und und brom- und jodhaltige Wasser spielen eine große Rolle - und in unterschiedlichen Temperaturen für Packungen oder Bäder verwendet wird. Zu den Anwendungsgebieten zählen Verspannungen, Rheuma, aber auch Hauterkrankungen. Um den Effekt zu erhöhen, wird warmer Schlamm aufgetragen und der Körper zur optimalen Wärmespeicherung in Folie oder Decken eingehüllt.

Floating
Beim Floating treibt der Körper scheinbar schwerelos in einer Bittersalzlösung. Dazu begibt man sich in einen Tank, der verschlossen wird - man treibt also in Dunkelheit. Floating eignet sich zur Tiefentspannung, zum Stressabbau und hat auch medizinische Effekte.


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